Kursverluste bei Snap und Intel – Die Plutos-Marktrunde, KW 43

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Der Kurs von Snap brach nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen ein, sodass die Aktie die zurückliegende Woche mit einem Minus von fast 30 % beendete. Auch der Chiphersteller Intel, welcher sowohl einen Umsatz- als auch ein Gewinnwachstum erzielte, stand unter Abgabedruck. Mehr dazu hier.

Inhaltsverzeichnis

Während der Euro Stoxx 50 und der DAX sich auf Wochenbasis nur geringfügig bewegten, tendierten die amerikanischen Indizes zur Stärke, wobei die Nasdaq 100 am vergangenen Freitag Kurseinbrüche hinnehmen musste. Insbesondere die Aktien Snap und Intel aus dem Tech-Sektor verbuchten hohe Kursverluste.

Snap und Intel kämpfen mit Kursverlusten

Das Unternehmen Snap, welches die Bilderkommunikationsapp Snapchat betreibt, präsentierte in der aktuellen Berichtssaison schlechte Quartalszahlen. Der Foto-App Betreiber ist laut eigener Aussage schwer von den neuen Maßnahmen des iPhone-Herstellers Apple, welche für mehr Privatsphäre der Smartphone Nutzer sorgen soll, betroffen. Nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen hatte Snap mit hohen Kursverlusten zu kämpfen, sodass die Aktie die zurückliegende Woche mit einem Minus von fast 30 % beendete. Auch der Chiphersteller Intel, welcher sowohl einen Umsatz- als auch ein Gewinnwachstum erzielte, stand unter Abgabedruck. Der Kurs gab am vergangenen Freitag um fast 12 % nach. Investoren sehen aufgrund der Lieferengpässe von Halbleitern eine Gefahr für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des amerikanischen Technologie-Konzerns.

Überraschende Bekanntgabe der Fed

Die Nasdaq 100 musste am vergangenen Freitag Kursverluste hinnehmen. Diese sind auf die Äußerungen des Chefs der amerikanischen Notenbank Jerome Powell zurückzuführen. Das Oberhaupt der Fed gab bekannt, dass er gewillt sei, die milliardenschweren Anleihekäufe, welche die Wirtschaft stimulieren, früher als zunächst angedacht zu reduzieren. Insbesondere die Aktienkurse der US-amerikanischen Technologieunternehmen werden unter einer Reduzierung der Liquiditätszufuhr leiden. Laut Powell sollen sich die Zinsen zwar zukünftig nicht erhöhen, dennoch soll die Reduzierung der Anleihekäufe Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Aktuell führt die Zentralbank der heimischen Wirtschaft monatlich 120 Milliarden Dollar hinzu. Der niedrige Zins soll auch zukünftig den Unternehmen die Möglichkeit geben Investitionen zu tätigen und damit die Wirtschaft zu stärken.

Rücktritt des Bundesbank-Chefs

Von der deutschen Zentralbank gab es letzte Woche ebenfalls Neuigkeiten. Der seit mehr als zehn Jahren an der Spitze stehende Chef Jens Weidmann tritt zurück. Weidmann, welcher als Kritiker der lockeren EZB-Geldpolitik bekannt ist, verkündete, dass er aus persönlichen Gründen sein Amt aufgeben wird.

Weiterhin hohe Transportkosten

Neben steigenden Coronazahlen leidet die Wirtschaft derzeit unter hohen Transportkosten. Die Frachtkosten eines Containers, welche sich zwar unter dem Jahreshoch im September befinden, liegen aktuell nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dadurch wird der Rohstoff- und Gütermangel weiter verschärft. Neben den Transportkosten befinden sich die Preise für Kohle und andere Energieträger auf einem hohen Niveau, wovon insbesondere Versorger und Energieunternehmen profitierten. Die Aktie des deutschen Mischkonzerns RWE, welche sich im Dax befindet, konnte beispielsweise letzte Woche 4 % zulegen.

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Freightos Global Container Index – Quelle: Freightos.com

Evergrande wendet Insolvenz ab

Weitere Neuigkeiten gab es von dem chinesischen, finanziell stark angeschlagenen, Immobilien-Konzern Evergrande. Dieser konnte letzte Woche eine Insolvenz abwenden, da eine am 23. September fällige Zinszahlung einer Anleihe bedient worden ist. Somit wurde die 30-Tage Frist seitens des Konzerns eingehalten. Dennoch befindet sich der Konzern auch bei anderen Zinszahlungen in der sogenannten Nachfrist. Ob weitere Zins- und Anleiherückzahlungen geleistet werden können und damit eine Insolvenz abgewendet werden kann, ist derzeit nicht zu beantworten.

Mehr dazu lesen Sie in unserer vollständigen Marktrunde für die KW 43.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Fondsmanagement, Personal und Compliance. Er agiert außerdem seit 2020 neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance. Zuvor war Kai Heinrich Leiter des Wertpapiergeschäftes der Commerzbank AG Region Taunus und Direktor des Wealth Managements bei der Commerzbank AG Region Rhein Saar.

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