Facebook nach technischen Problemen unter Druck – Die Plutos-Marktrunde, KW 41

Facebook nach technischen Problemen unter Druck - iphone Handy Pen
Letzte Woche geriet Facebook durch wiederholte Ausfälle bedingt durch technische Probleme und der Forderung nach einer stärkeren Regulierung unter Druck. Die Leitindizes konnten die Woche mit positiven Ergebnissen abschließen. Der Dax bewegte sich gegen Ende der letzten Woche, im Gegensatz zu den amerikanischen Indizes, geringfügig. Mehr dazu hier.

Inhaltsverzeichnis

Letzte Woche geriet Facebook durch wiederholte Ausfälle bedingt durch technische Probleme und der Forderung nach einer stärkeren Regulierung unter Druck. Während sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag auf eine Mindeststeuer von 15 % für international agierende Unternehmen einigen konnte, schloss die Börse die letzte Handelswoche mit leichten Gewinnen ab. Die Leitindizes konnten die Woche, trotz Kursverlusten am Donnerstag und Freitag, mit positiven Ergebnissen abschließen. Im Gegensatz zu den amerikanischen Indizes bewegte sich der Dax gegen Ende der letzten Woche geringfügig. 

USA: Weniger Arbeitsplätze als erwartet

Neben den unerfreulichen Neuigkeiten von Facebook, auf die im folgenden Absatz genauer eingegangen wird, sorgten sich Investierende über die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes. Die Arbeitsmarktdaten fielen im September nicht wie erhofft aus. Die Erwartungen von Analysten und Ökonomen wurden verfehlt, sodass deutlich weniger Arbeitsplätze als erwartet entstanden.

Bilanz der US-Notenbank Quelle themarket.ch
Bilanz der US-Notenbank – Quelle: themarket.ch

Die amerikanische Zentralbank wird aufgrund dieser Entwicklungen vermutlich die Wirtschaft weiter mit Liquidität versorgen, was wiederum die Gefahr von einer anziehenden Inflation erhöht. Nicht nur die FED, sondern auch andere Zentralbanken bewegen sich auf einem engen Korridor zwischen Stimulation der Konjunktur und Bekämpfung der Inflation. Die Bilanzsumme der amerikanischen Zentralbank ist, wie aus der Grafik ersichtlich, weiter am wachsen.

Technische Probleme bei Facebook

Bereits zu Beginn der letzten Woche gab es bei dem Internetgiganten Facebook technische Probleme, sodass User von Instagram, WhatsApp und Facebook nicht wie gewohnt die digitalen Plattformen nutzten konnten. Am vergangenen Wochenende wiederholten sich die Probleme. Obwohl sie dieses Mal in einem kleineren Umfang auftraten, kam es erneut zu einem Reputationsschaden des Unternehmens. Laut des Konzerns seien derzeit alle Störungen behoben, sodass es zu keinen weiteren Unterbrechungen des Datenverkehrs kommen werde. Der Internetgigant steht jedoch nicht nur wegen der technischen Probleme unter Druck, sondern auch wegen Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin.

Frances Haugen, welche interne Dokumente des Unternehmens veröffentlichte, sagte vor dem US-Senat aus, dass Facebook bewusst die Demokratie verhindere und insbesondere Kindern in ihrer Entwicklung schade. Dies sei dem Unternehmen zudem aus eigens durchgeführten Studien bekannt. Aus diesem Grund fordert die ehemalige Produktmanagerin des sozialen Netzwerkanbieters eine stärkere Regulierung des Konzerns. Die Aktie reagierte zu Beginn der Woche auf diese Umstände, konnte aber im Laufe der Woche die Kursrückschläge begrenzen, sodass der Aktienkurs die Woche mit einem vergleichbaren geringen Minus von 3,41 % abschloss. Ob es zukünftig zu stärkeren Regulierungen oder sogar Zerschlagung der großen Technologiegiganten wie Facebook, Alphabet und Microsoft kommt, bleibt abzuwarten.

Mehr dazu lesen Sie in unserer vollständigen Marktrunde für die KW 41.

Laden Sie sich jetzt das kostenlose PDF herunter:

Wenn Sie weiterhin über aktuelle Wirtschafts-News und deren Bedeutung für die Börsen informiert werden wollen, abonnieren Sie jetzt hier unseren kostenfreien Newsletter.

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für unseren monatlichen Newsletter an, um zukünftig über aktuelle Beiträge, Podcasts und Finanz-News informiert zu bleiben.

Wichtige Hinweise:

Die in der Rubrik zur Verfügung gestellten Informationen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Informationen im Rahmen von Finanzanlagen unterliegen aber stetiger Veränderungen und wechselnder Einschätzungen. Eine Haftung wird ausgeschlossen.
Sofern in den Darstellungen Charts verwendet werden, beziehen sich diese auf den dort angegebenen vergangenen Zeitraum, die angegebene Währung und es ist angegeben, ob es sich um eine Betrachtung vor oder nach Kosten handelt. Eine Kurs- oder Wertentwicklungen in der Vergangenheit ist kein verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse. Jede Finanzanlage hat bestimmte Risiken, bitte beachten Sie die Risikohinweise.


Die Plutos Vermögensverwaltung AG ist ein kommerzieller Anbieter, die Ausführungen können daher auch werbliche und bezahlte Elemente beinhalten. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar, sondern sind eine Momentaufnahme der Finanzmärkte. Wir empfehlen grundsätzlich vor jeder Entscheidung die Beratung durch Ihre Bank oder einen unabhängigen Vermögensverwalter. Die Plutos Vermögensverwaltung AG erhält, sofern nicht anders angegeben, keine besondere Vergütung für die veröffentlichten Beiträge. Sofern sie aber Funktionen im Rahmen einer dargestellten Finanzanlage wahrnimmt, kann sie hierfür eine Vergütung erhalten.
Zur weiteren Information beachten Sie bitte die rechtlichen Hinweise.

Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Fondsmanagement, Personal und Compliance. Er agiert außerdem seit 2020 neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance. Zuvor war Kai Heinrich Leiter des Wertpapiergeschäftes der Commerzbank AG Region Taunus und Direktor des Wealth Managements bei der Commerzbank AG Region Rhein Saar.

Weitere Neuigkeiten

Der Kurs von Snap brach nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen ein, sodass die Aktie die zurückliegende Woche mit einem Minus von fast 30 % beendete. Auch der Chiphersteller Intel, welcher sowohl einen Umsatz- als auch ein Gewinnwachstum erzielte, stand unter Abgabedruck. Mehr dazu hier.
Lassen sich Dividenden und Wachstum vereinbaren? Warum sind Aktienrückläufe gut für Dividenden? Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.