Dividendenaktien: Warum es sich lohnt zu investieren

Investieren in die besten Dividendenaktien Stift Laptop Charts auf Schreibtisch
Dividendenaktien sind besonders bei deutschen Anlegern beliebt. Es stellt sich die Frage, warum es sich lohnen kann in Dividendenwerte zu investieren, wann der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist und wie die besten Dividendenaktien zu finden sind. Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Investoren auf der ganzen Welt wissen: Dividendenaktien sind eine feine Sache. Mit ihnen werden die Aktionäre am Erfolg eines Unternehmens beteiligt und sichern sich so eine Einnahmequelle unabhängig von etwaigen Kursgewinnen. Jedoch gibt es noch mehr gute Gründe, in Aktien mit historischen Dividenden zu investieren. Welche das sind, lesen Sie in diesem Beitrag.

Zusatzertrag mit Dividenden

Natürlich: Eine attraktive Dividendenrendite und wiederkehrende Ausschüttungen sind das offensichtlichste Argument für Dividendenaktien. Mit einem regelmäßigen Cashflow machen sie Anleihen Konkurrenz und sind in heutigen Zeiten von Niedrigzinsen für viele Investoren sogar die attraktivere Alternative.

In den USA hat sich eine ganz besondere Aktienkultur entwickelt. Im Gegensatz zu den deutschen Aktienmuffeln besitzen 54 Prozent aller US-Haushalte Unternehmensanteile. Viele bestreiten ihren Lebensunterhalt aus den laufenden Einnahmen aus Dividenden. Auf diese Bedürfnisse haben sich die US-Unternehmen eingestellt. Sie schütten ihre Gewinne als Quartalsdividende aus und viele Aktien weisen eine besonders stabile Dividendenhistorie auf.

Der richtige Investitionszeitpunkt

Gerade im Frühjahr suchen viele Investoren nach Aktien mit einer hohen Dividendenrendite, um am Tag der Hauptversammlung abzukassieren. Dass die Dividende so kurzfristig einen Zusatzertrag zum Kursgewinn bietet, ist allerdings eine Fehlannahme. Denn der Ausschüttungsbetrag wird am Tag nach der Auszahlung vom Kurs abgezogen und die Aktie handelt mit einem entsprechenden Kursabschlag.

Aufgrund der höheren Nachfrage steigen die Kurse zudem vor der Dividendensaison an, der optimale Einstiegszeitpunkt sieht anders aus. Besser ist es, in schwachen Marktphasen zuzugreifen – oder mit etwas Mut bei verunsichernden Unternehmensnachrichten. Mit einem für Aktien ohnehin nötigen langfristigen Anlagehorizont bestehen beste Aussichten auf Erfolg.

Die besten Dividendenaktien auswählen

Investoren suchen nach erfolgversprechenden Anlagen. Eine stabile Dividende ist oftmals auch ein guter Indikator für den Erfolg eines Unternehmens. Nur die besten Unternehmen schaffen es, regelmäßig Dividenden auszuschütten und diese auch kontinuierlich zu steigern.

Eine konsistente Dividendenpolitik und eine lange Dividendenhistorie, bei dem Unternehmen über einen langen Zeitraum stets Dividenden ausgeschüttet haben, ist deswegen ein guter Hinweis auf ein gutes Geschäftsmodell. Nur wenige Unternehmen, die sogenannten Dividendenaristokraten, können eine lückenlose Dividendenhistorie vorweisen. Sie sind besonders wertvoll, denn nur eine gut und vorausschauend gemanagte Firma hat auch in schlechten Jahren genug Rücklagen, um ihre Aktionäre zu vergüten.

Bremst eine Dividende das Unternehmenswachstum?

Ein berechtigtes Kontra-Argument: Unternehmen, die ihren kompletten Gewinn als Dividende ausschütten, um ihre Aktionäre zufriedenzustellen, schwächen sich selbst. Denn jede Entnahme aus dem Geschäftsvermögen geht natürlich zulasten des Investitionskapitals – und ohne Investitionen, kein Wachstum. Oft ist aber das Gegenteil der Fall: Erfolgreiche Unternehmen, die einen Teil ihres Gewinns als Dividende auszahlen, müssen besonders gut gemanagt werden, um die einbehaltenen Mittel möglichst sinnvoll einzusetzen.

Um nicht in die Falle zu tappen, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Dividenden aus dem laufenden Cashflow gezahlt werden können. Dividendenperlen, die uns bei Plutos gefallen, sind wachstumsstarke Unternehmen, die einen Teil ihres Gewinns ausschütten und den Anderen investieren. So kann es gelingen, die Dividende aus dem organischen Unternehmenswachstum regelmäßig zu steigern.

Mehr Stabilität im Depot mit Dividendenaktien

Dividendenaktien sind weniger volatil, denn Dividenden sind von der Kursentwicklung unabhängig und schwanken weniger als Aktienkurse. Aktien ohne Dividendenzahlungen weisen doppelt so hohe Schwankungen auf wie Titel mit stabiler Dividende. Denn diese wirken wie ein Kurspolster.

In Crashphasen spüren Investoren weniger Verkaufsdruck. Viele bleiben langfristig investiert und stocken am Tiefpunkt ihre Position sogar auf. Deswegen spielen Dividendenaktien besonders in schwachen Börsenphasen ihre Stärke aus.

Dividendenaktien mit besserer Kursentwicklung

Dividendenaktien entwickeln sich besser als Unternehmen, die keine Dividende zahlen. Laut einer Analyse von Ned Davis Research schnitten Dividendenaktien im S & P von 1972 bis 2017 deutlich besser ab als der Gesamtmarkt und Papiere ohne Dividendenzahlung. Das Unternehmen teilte den Index in zwei Gruppen ein: Dividendenzahler und Nichtzahler. Mit den Dividendenaktien erreichten Anleger in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen Ertrag von 9,25 Prozent pro Jahr, mit den Nichtzahlern nur 2,61 Prozent.

Am deutschen Aktienmarkt lässt sich die gleiche Tendenz feststellen. Der Dividendenindex DivDAX legte in den letzten 21 Jahren um 269,24 Prozent zu. Der DAX-Performanceindex dagegen, der auch die Unternehmen enthält, die keine Dividende zahlen, nur um 159,18 Prozent.

Dividendenaktien Investieren - Chart DAX DivDAX
DAX vs. DivDAX im Zeitraum von 1999 bis 2020 (Quelle: VWD)

Dividendenaktien reduzieren Risikokapital

Einmal ausgezahlt, kann einem den Dividendengewinn niemand mehr wegnehmen. Ähnlich wie die vereinnahmten Mieten bei einer Immobilie, reduzieren die Dividenden damit das anfänglich eingesetzte Kapital: Kauft man Aktien mit einer Dividendenrendite von 3% für 10.000 Euro, erhält man rein rechnerisch jährlich eine Ausschüttung von 300 Euro.

Nach gut 33 Jahren hat sich das Investment damit selbst zurückgezahlt und das Verlustrisiko reduziert sich auf null. Bei erfolgreichen Unternehmen, die ihre Dividende regelmäßig steigern, geht es sogar noch schneller.

Investieren in Dividendenaktien – Fazit

Dividendenaktien sind eine unerlässliche Beimischung für die langfristige Investition. Gute Dividendentitel von effizient gemanagten Unternehmen sind erfolgreich. Sie schwanken nicht nur weniger, sie entwickeln sich sogar besser als Unternehmen ohne Dividendenzahlung.

Dank dem passiven Einkommen aus kontinuierlichen Ausschüttungen, die sich im Idealfall noch regelmäßig steigern, versprechen Dividendenaktien eine stressfreie Investition, mit der man sich ohne Spekulationsdruck einfach zurücklehnen und die Zukunft abwarten kann. Auch wenn man nicht bei jeder Marktschwäche gleich nervös werden muss, ist die richtige Titelauswahl und Überwachung der Unternehmensentwicklung wichtig, um kein böses Erwachen zu erleben.

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Die Angaben des Verfassers zu den in dem Artikel besprochenen Finanzinstrumente erfolgen ohne Gewähr nach bestem Wissen und Gewissen, es bestehen zu den Finanzinstrumenten keine besonderen Interessen und er erhält keine diesbezüglichen Zuwendungen.

Michael Scholtis

Michael Scholtis

Michael Scholtis ist Senior Relationship Manager und Partner der Plutos Vermögensverwaltung AG. Er ist außerdem Fondsmanager unseres Kana NEB Fund, wo er sich auf trendstarke Qualitätsaktien fokussiert. Zuvor war Michael Scholtis Wertpapierspezialist der Commerzbank AG Region Taunus und später Geschäftsführer bei einer unabhängigen Vermögensverwaltung im Taunus tätig.

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