US-Downgrade belastet Märkte

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

In der vergangenen Woche wurde die Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Fitch um einen Schritt von „AAA“ auf „AA+“ gesenkt.

Nach den Erwartungen von Fitch wird in diesem Jahr das US-Staatsdefizit von 3,70 % des Bruttoinlandsprodukts auf 6,30 % steigen. Ursache sind konjunkturbedingte schwächere Steuereinnahmen, neue Ausgabeninitiativen und eine höhere Zinslast.

Die Herabstufung des Ratings erfolgt wenige Wochen nach den langen Verhandlungen über die Anhebung der Schuldenobergrenze zwischen den Republikanern und den Demokraten. Das letzte Mal, dass die US-Kreditwürdigkeit herabgestuft wurde, liegt über 10 Jahre zurück.

Auch die Stimmung in der US-Industrie ist nicht berauschend. Der Einkaufsmanagerindex stieg zwar zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 46,4 Zähler, verfehlte dennoch die Analystenerwartungen von 46,9 Punkten. Dies ist der neunte Monat in Folge bei dem der Wert unter 50 liegt (ein Wert von unter 50 signalisiert eine schrumpfende Industrie).

Nachdem vergangene Woche bereits die EZB und die Fed die Leitzinsen um 0,25 % erhöhten, folgte diese Woche die Bank of England. Sie erhöhten den Leitzins auf 5,25 % und somit auf das höchste Niveau seit 15 Jahren.

Wie auch Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe sagte: „Letztlich war der Inflationsrückgang zu soft, weshalb Handlungsbedarf bestand“.

Die Inflation in England liegt immer noch auf einem Niveau von 7,90 % und damit deutlich über der durchschnittlichen Inflation im Euro-Raum von 5,30 % im Juli 2023.

Aktienmärkte

Als das Rating für die US-Kreditwürdigkeit das letzte Mal herabgestuft wurde, hat das für große Rückgänge an den Finanzmärkten gesorgt.

Am Anleihenmarkt bleiben große Reaktionen erst einmal aus. Die Rendite auf zehnjährige Staatsanleihen stieg auf 4,19 % von 4,08 %. An den Aktienmärkten ist eine Nachwirkung der Herabstufung spürbar.

Der Dow Jones schloss die Woche mit einem negativen Ergebnis von 1,11 %. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 verloren jeweils an Kursen, um 2,27 % und 3,02 %.

Der DAX startete besonders schwach in den August 2023. Auf das neue Rekordhoch von 16.528 Punkten am Montag, dem 31.07.2023 folgten vier negative Handelstage in Folge, mit einem Minus von 3,14 % auf 15.951,86 Punkte zum Handelsschluss vergangenen Freitag, dem 04.08.2023.

Auch der MDAX musste einen Kursrückgang von 1,89 % hinnehmen.

Einzelwerte

Apple veröffentlichte am 03.08.2023 die Ergebnisse zum dritten Geschäftsquartal.

Selbst bei Apple wird das aktuelle ökonomische Umfeld sichtbar. Der Umsatz sank um 1,40 % im Jahresvergleich, betrug jedoch immer noch 81,8 Milliarden US-Dollar.

Zudem konnte Apple den Nettogewinn um   2,20 % zum Vorjahreszeitraum steigern und erwirtschaftete so 19,9 Milliarden Dollar.

Den höchsten Nettogewinn in der Firmengeschichte verdankt Apple unter anderem seinen Serviceleistungen. Im vergangenen Quartal konnte Apple erstmals die Marke von über einer Milliarde zahlender Abonnenten bei seinen Serviceleistungen erreichen.

Mit 21,2 Milliarden US-Dollar stieg der Umsatz in der Service-Sparte um 8,00 %.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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