Episode #016

USA: Inflation auf höchstem Stand seit 40 Jahren

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Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem Amt für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde, fielen die Ergebnisse der letzten Handelswoche sehr unterschiedlich aus. Insbesondere die amerikanischen Major Indizes wie der S&P 500 und die Nasdaq 100 sind in den letzten Handelstagen unter erheblichen Abgabedruck geraten. Mehr dazu hier.

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Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem Amt für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde, fielen die Ergebnisse der letzten Handelswoche sehr unterschiedlich aus. Insbesondere die amerikanischen Major Indizes wie der S&P 500 und die Nasdaq 100 sind in den letzten Handelstagen unter erheblichen Abgabedruck geraten. Überaschenderweise konnten viele europäische Indizes, darunter auch der DAX, auf Wochenbasis mehr als 2 % zulegen. Der deutsche Leitindex befand sich, nachdem er am Freitag geschlossen hatte, nachbörslich noch unter Abgabedruck.
Neben der gestiegenen Wahrscheinlichkeit eines Konfliktes an der russisch-ukrainischen Grenze ist vor allem das Risiko auf eine frühzeitige und deutliche Zinsanhebung durch die amerikanische Zentralbank für die globalen Kursrückgänge verantwortlich. Um die anziehende US-Inflation, welche im Monat Januar 7,5 % y/y betrug, zu drücken, wäre die Anhebung des Leitzinses eine wahrscheinliche Vorgehensweise. Derzeit handelt es sich um die höchste Inflation seit 1982. Neben den unterbrochenen Lieferketten und dem Mangel an Arbeitskräften verursacht vor allen Dingen die Energiesparte den Anstieg der Verbraucherpreise. Sowohl die Reduzierung des Anleihekauf-Programms als auch eine Zinserhöhung könnten schwerwiegende Folgen für die Konjunktur und die Wirtschaft haben. Die globale Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen könnte erheblich einbrechen, sodass die Konjunktur drastisch an Dynamik verlieren würde. Der amerikanische Konsumentenstimmungsindex, welcher von der Universität Michigan erhoben wird, befindet sich mit 61,7 Zählern bereits auf einem Zehnjahrestief.

Tesla und Under Armour unter Druck

Insbesondere hoch bewertete Technologietitel leiden unter der aktuell vorherrschenden Unsicherheit. Dies lässt sich beispielsweise an dem Aktienkurs des amerikanischen Elektroautobauers Tesla beobachten. Die Aktie gab am Freitag 4 % nach und steht derzeit 25 % unter dem Hoch, welches sie zu Jahresbeginn erreichte.
Durch die nach wie vor laufende Berichtssaison und die Ungewissheit über das weitere Vorgehen der Zentralbanken befinden sich nicht nur hochbewertete Technologietitel unter Abgabedruck. Demzufolge geriet am vergangenen Freitag beispielsweise die Aktie des Sportutensilien-Herstellers Under Armour in den Fokus der Investoren. Der Konkurrent von Adidas und Nike konnte die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Obwohl das Unternehmen das Umsatzziel für das laufende Quartal anhob, gab die Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen fast 12 % nach.

Positive Aussichten bei Mercedes-Benz

Positive Nachrichten gab es hingegen von dem deutschen Autobauer Mercedes-Benz. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen übertraf mit den erzielten Geschäftszahlen die Prognosen der Anleger. Durch die starke Nachfrage nach Automobilen bei dem aktuellen Chipmangel musste der Konzern weniger Rabatte auf Neuwagen vergeben, sodass dieser von höheren Margen profitieren konnte. Das Unternehmen verkaufte letztes Jahr 2,43 Million Autos, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 4 Prozent entspricht. Die Konzernspitze geht davon aus, dass sich die globale Chipkrise im zweiten Halbjahr entspannen wird, sodass voraussichtlich mehr Autos mit geringen Margen verkauft werden. Die Aktie, welche vor kurzem noch unter dem Namen Daimler notierte, legte am Freitag 4,46 % zu.

Aktuelle Börsenzahlen

Während die Buchungszahlen für die anstehende Urlaubssaison stark anziehen, fielen die Ergebnisse der Börsen, wie bereits eingangs erwähnt, durchwachsen aus. Der deutsche Leitindex DAX schloss die Woche mit einem Plus von 2,16 % ab. Der EUROSTOXX 50 wies einen Gewinn von 1,68 % auf. Die NASDAQ 100 musste einen Kursverlust von 2,99 Prozentpunkten hinnehmen. Der Dow Jones schloss die Woche mit einem Minus von 1,00 % ab. Der S&P 500 gab 1,82 Prozentpunkte nach, wobei sich eine Feinunze (Gold) auf Wochenbasis um 2,80 % verteuerte. Letzten Freitag lag der Preis einer Feinunze bei 1858,65 US-Dollar. Eine virtuelle Münze des Bitcoins beendete die zurückliegende Woche mit einem Plus von 3,65 %.

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