Episode #002

Großauftrag von Hertz an Tesla | Neue Geldpolitik der FED?

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Die Aktie des Tech-Giganten Tesla legte letzte Woche fast 25 % zu. Dies ist unter anderem auf einen Auftrag über 100.000 Autos des Autovermieters Hertz zurückzuführen. Zudem ist davon auszugehen, dass der Fed Chef Powell am Mittwoch das weitere Vorgehen bezüglich der Gestaltung des Leitzinses bekanntgeben wird. In der heutigen Marktrunde erfahren Sie mehr. Viel Spaß beim Hören!

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Schlechte Quartalsberichte der großen Tech-Giganten

Die scheidende Bundeskanzlerin Merkel vertrat Deutschland zum letzten Mal auf dem G20-Gipfel, bei dem der Kampf gegen den Klimawandel einen zentralen Punkt darstellte. Zeitgleich beendeten die großen Leitindizes die vergangene Woche positiv.

Die amerikanische Technologiebörse Nasdaq konnte sogar mehr als 3 % zulegen, obwohl einige der großen Tech-Giganten schlechte Quartalsberichte präsentierten. Beispielsweise enttäuschten der iPhone-Hersteller Apple und der Onlinehändler und Cloudanbieter Amazon mit ihren erzielten Ergebnissen. Obwohl Umsätze und Gewinne teilweise gesteigert werden konnten, sorgten sich Investoren aufgrund von schwachen Aussichten. Trotz eines nachbörslichen Kurseinbruchs in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, schlossen die Aktien der beiden Unternehmen die Woche mit einem Plus von 1,40 % bzw. 1,65 % ab. Beide Konzerne, insbesondere Apple, leiden sowohl unter dem Chipmangel als auch unter den pandemiebedingten unterbrochenen Lieferketten. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Weihnachtsumsätze, könnte es sein, dass Apple die bestehende Nachfrage nach eigenen Produkten nicht adäquat bedienen kann.

Letzte Woche präsentierten fast alle großen Technologieunternehmen ihre Quartalszahlen. Sowohl aussichtsreiche Prognosen als auch gute Quartalswerte ließen die Aktienkurse von den Tech-Riesen Alphabet (Google) und Microsoft in die Höhe schießen. Microsoft hat aufgrund des Kursanstieges Apple als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 2,153 Billionen Euro (Stand 31.10.2021) abgelöst.

Elon Musk jetzt reichste Person der Welt

Ebenso gab es eine Veränderung an der Spitze der reichsten Person der Welt. Diese besetzt aufgrund der Kursrally von Tesla Elon Musk, der Chef des amerikanischen Elektrobauers. Die Aktie des Tech-Giganten legte letzte Woche fast 25 % zu. Dies ist unter anderem auf einen Auftrag über 100.000 Autos des Autovermieters Hertz zurückzuführen. Etwas weniger, aber immer noch positiv, entwickelte sich die Aktie des deutschen Autobauers Daimler, welche letzte Woche mit einem Plus von fast 5 % ein neues Sechsjahreshoch erreichte. Die erfreuliche Entwicklung ist auf die Senkung der Fixkosten zurückzuführen.

Neue Geldpolitik der FED?

Für Investoren wird es am kommenden Mittwoch spannend. An diesem Tag ist davon auszugehen, dass der Fed Chef Powell das weitere Vorgehen bezüglich der Gestaltung des Leitzinses bekanntgeben wird. Bereits kommuniziert ist, dass die amerikanische Zentralbank eine neue Geldpolitik anstrebt. Bei diesem Wechsel sollen sowohl die Anleihekäufe reduziert bzw. aufgehoben als auch der Zins geringfügig angehoben werden. Durch diesen Kurswechsel möchte die FED eine anziehende Inflation bekämpfen, wobei die Wirtschaft so wenig wie nötig beeinträchtigt werden soll. Die Europäische Zentralbank, welche die Inflation nach wie vor als ein temporäres Phänomen sieht, ist vor einer Anhebung des Zinses weiter als ihr amerikanisches Pendant entfernt. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Bundesamts lassen auf eine weiter steigende Inflation schließen. Die Behörde, welche in der hessischen Landeshauptstadt sitzt, verkündete am vergangenen Donnerstag die vorläufige Inflationsrate für den Oktober. Zum Vorjahresmonat wird die Veränderung voraussichtlich 4,5 % betragen. Seit Juli, in dem die Inflationsrate noch bei 3,8 % lag, zieht diese erheblich an. Dies trifft auch für die komplette Eurozone zu. Ob dies lediglich an den niedrigen Güterpreisen im vergangenen Jahr, der temporären Mehrwertsteuersenkung oder der diesjährigen Einführung der CO2- Bepreisung liegt, bleibt abzuwarten.

Strafzölle auf europäischen Stahl aufgehoben

Positive Neuigkeiten gab es hingegen von den Verhandlungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika. Als Donald Trump noch im Weißen Haus residierte, ist zwischen den beiden Wirtschaftsräumen ein Handelskrieg ausgebrochen. Die damals beschlossenen Strafzölle auf europäischen Stahl wurden aufgehoben. Die Europäer verzichten im Gegenzug auf das Verzollen von amerikanischen Produkten, wie beispielsweise den Kultmotorrädern der Marke Harley-Davidson.

Wochenrückblick in Zahlen

Während Russland mit stark steigenden Corona-Fallzahlen zu kämpfen hat, entwickelten sich die Börsen, wie bereits eingangs erwähnt, positiv. Der deutsche Leitindex DAX schloss die Woche mit einem Plus von 0,94 % ab. Der EUROSTOXX 50 wies einen Gewinn von 1,47 % auf. Die NASDAQ 100 konnte einen Zugewinn von 3,24 Prozentpunkten verzeichnen. Der Dow Jones schloss die Woche mit einem Plus von 0,40 % ab. Der S&P 500 legte 1,33 Prozentpunkte zu, wobei eine Feinunze (Gold) auf Wochenbasis 0,49 % nachgeben musste. Letzten Freitag lag der Preis einer Feinunze bei 1783,505 US-Dollar. Eine virtuelle Münze des Bitcoins beendete die zurückliegende Woche mit einem Plus von 3,31 %.

Investmentreport 2021: Rettung der Weltwirtschaft

Das Corona-Jahr 2020 war von Lockdowns, einem rapiden Einbruch der Wirtschaftsentwicklung und dem Hoffen und Bangen auf der Suche nach Impfstoffen geprägt. Erfahren Sie mehr über den Ausblick und unsere Strategie für das Jahr 2021.

Weitere Episoden

Aufgrund des starken Arbeitsmarkts könnte die Zinserhöhung wesentlich höher ausfallen, sodass dies zu neuen Unternehmensbewertungen und fallenden Aktienkursen führen könnte. Mit einem höheren Leitzins könnte die FED ihr Hauptziel, die Bekämpfung der Inflation, schneller erreichen, dabei soll es möglichst zu keinem Wirtschaftsabschwung kommen. Mehr dazu hier.