Episode #047

Sollten Frauen in der Vermögensverwaltung anders behandelt werden als Männer? I Sabine Trautmann

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Sollten Frauen in der Vermögensverwaltung anders behandelt werden als Männer? Wir klären auf. Viel Spaß!

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Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Thema Finanzen? Und wenn ja, welche sind das?

Ja, diese Unterschiede gibt es tatsächlich. Bei der Plutos Vermögensverwaltung AG betreuen wir Depots von Männern, sehr viele Eheleutedepots, bei denen oft die Männer die Finanzminister sind, aber auch Depots von eigenständigen Frauen, daher spreche ich aus eigener Erfahrung. Frauen denken häufig umfassender und möchten das, was wir für sie tun, auch im Detail verstehen. Außerdem sind sie vorsichtiger als Männer und gehen nur ungern zu hohe Risiken ein.
Des Weiteren ist es für viele Frauen noch so, dass sie für die alltäglichen Ausgaben, wie z.B. den Lebensmitteleinkauf, verantwortlich sind. Für die Vorsorge und das größere Vermögen sind bis heute oft die Männer zuständig.
Natürlich ist diese Aufgabenverteilung gerade im Wandel und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern hat sich in den letzten Jahrzehnten auch deutlich weiterentwickelt. Nichtsdestotrotz befinden wir uns damit immer noch im Prozess und Themen wie die Gender Pay Gap – zu Deutsch die geschlechtsspezifische Lohnlücke – spielen immer noch eine große Rolle.

Woher kommt es denn, dass diese Unterschiede bestehen?

Zumindest eine dieser Ursachen könnte die altertümliche Rollenverteilung sein, wie zum Beispiel, dass Frauen in Deutschland bis zu den 60er Jahren kein eigenes Bankkonto eröffnen durften. Bis Mitte der 70er Jahre brauchten Frauen sogar die Erlaubnis von ihrem Ehemann, überhaupt Geld verdienen zu können. Eine solche Situation, die gerade einmal 50 bis 60 Jahre zurückliegt, ist heute gar nicht vorstellbar.
Diese Abhängigkeit der Frauen von ihren Ehemännern hat sich so sehr in den Köpfen der Frauen verankert und wurde teilweise auch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Schließlich hat das dazu geführt, dass es für viele Frauen bis heute ganz normal ist, wenn sich der Mann um das Vermögen kümmert und das gesamte Thema Finanzen eine „Männersache“ darstellt. Ich persönlich brauche gar nicht so weit zurück zu schauen. Meine Eltern stehen kurz vor der Rente, meine Mutter geht bis heute nicht auf die Bank oder tanken – das sind Aufgaben meines Vaters. Viele Frauen haben noch ein wenig Ehrfurcht vor dieser auch auf Beraterseite gesehenen Männerdomäne und Vorurteile wie: „Ich verstehe das alles nicht“ oder „Ich verdiene dazu zu wenig“.
Um auf die eigentliche Frage dieses Podcasts zurückzukommen und bis hierhin zusammenzufassen: Ja, Frauen „ticken“ in Bezug auf die Geldanlage anders und daher ist eine geschlechtsangepasste Beratung in der Vermögensverwaltung auch notwendig.

Wie sollte diese angepasste Beratung aussehen?

Eine frauengerechte Beratung sollte meiner Meinung nach etwas grundlegender sein und eventuell sogar mit der Erklärung der Basics starten. Damit soll das Finanzwissen der Frauen selbstverständlich nicht in Frage gestellt werden, wir haben einfach festgestellt, dass Frauen die Zusammenhänge besser und detailreicher verstehen möchten. Sie möchten genau wissen, warum bestimmte Dinge aus anderen Dingen resultieren, was wir bei der Plutos Vermögensverwaltung AG natürlich gerne bis ins Detail erklären. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass Frauen in ihrer Anlage öfter auf soziale und nachhaltige Aspekte Wert legen.
Ganz vom Geschlecht abgesehen, ist es uns jedoch wichtig, dass die Chemie zwischen dem Kunden oder der Kundin und dem jeweiligen Vermögensverwalter passt. Abschließend kann ich sicher behaupten, dass wir bei der Plutos Vermögensverwaltung AG für jede Kundin bzw. jeden Kunden und so gut wie jedes Bedürfnis den richtigen Ansprechpartner haben.

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