Episode #052

Apple: Vom Garagenbüro zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt | Steffen Leditschke

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Portfoliomanager Steffen Leditschke spricht heute in unserem Finanzpodcast über eines der wertvollsten Unternehmen der Welt: Apple. Mehr dazu hier.

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Wie hat die Geschichte von Apple begonnen?

Apple wurde am 1. April 1976 in einer Garage von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hätte kaum jemand gedacht, dass daraus mal das wertvollste Unternehmen der Welt entsteht. Zu Beginn nannten die Partner ihre Firma Apple Computers Inc. Während Steve Jobs und Steve Wozniak jeweils 45 % der Anteile besaßen, wurden Ronald Wayne 10 % zugeteilt.
Zusammen entwickelte das Team den ersten Personal Computer (PC), den Apple I, welcher auch gleichzeitig das erste vorgestellte Produkt war. Zu einem Preis von 666,66$ verkaufte sich das Produkt 200-mal, bevor es durch den Apple II abgelöst wurde. Das neue Flaggschiff von Apple zeichnete sich dadurch aus, dass es für die breite Bevölkerungsschicht konzipiert wurde und eine grafische Benutzeroberfläche sowie eine Maus zur Steuerung hatte.
Mit dem Macintosh wurde 1984 das neue Konzept zur Steuerung des PCs weiter verbessert. Seinen Namen verdankt dieser im Übrigen einer Apfelsorte aus Kanada. Der Macintosh wurde der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit grafischer Benutzeroberfläche. Kurz darauf gab es einen internen Machtkampf im Unternehmen, woraufhin Steve Jobs Apple im Jahr 1985 verließ. Er gründete die Unternehmen NeXT und Pixar. 1996 kaufte Apple NeXT für einen Betrag von 402 Mio. USD und Steve Jobs wurde Mitglied des Vorstands, bevor er im darauffolgenden Jahr zum Geschäftsführer von Apple aufstieg. Noch im gleichen Jahr beendete Jobs viele Produkte und Forschungsprojekte sowie alle langjährigen Wohltätigkeitsprogramme des Unternehmens. Er begründete dies mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen, um die Rentabilität des Unternehmens wiederherzustellen. Unter Jobs’ Führung wurde 1998 der iMac eingeführt, der dem angeschlagenen Konzern half, in die Gewinnzone zurückzukommen. Mit dem iPod im Jahr 2001, der Jukebox-Software iTunes, dem iTunes Store und dem iPhone (2007) schuf das Unternehmen einen neuen Markt für „Digital-Lifestyle“-Produkte. An den Erfolg dieser Produkte knüpfte das am 27. Januar 2010 durch Jobs präsentierte iPad an. Mit den revolutionären Produkten und neuen Betriebssystemen gelang Apple der Aufstieg zu einer der wichtigsten Marken und zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Welt.

Was macht Apple als Marke so erfolgreich?

Im Laufe der Jahre hat Apple es geschafft, ein immer größeres Netz von Diensten und Produkten im Markt zu etablieren. Im Zentrum dieses Netzwerks aus Produkten steht das iPhone. Im Universum von Apple ist dieses notwendig, um weitere Produkte wie z.B. die Apple Watch nutzen zu können. Generell ist die Kommunikation zwischen verschiedenen Apple-Produkten perfekt abgestimmt, sodass Nutzer von der reibungslosen Funktion profitieren und sich im Alltag nicht über technische Probleme ärgern müssen. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial. Je mehr Abhängigkeiten geschaffen werden, desto weniger Lust werden Kunden verspüren, sich nach Alternativen umzusehen, die meist nicht so komfortabel sind. Hinzu kommt, dass Apple eine erfolgreiche Marketingstrategie betreibt. Die von Apple abgehaltenen „Special Events“ zur Vorstellung neuer Produkte ziehen jedes Mal große Aufmerksamkeit auf sich. Sehnsüchtig warten Apple-Fans am Ende der Veranstaltung auf die Worte „One More Thing“, mit denen Apple in der Vergangenheit öfters eine unangekündigte Neuvorstellung eines Produktes einleitete. Aktuell versucht Apple vermehrt bei dem Thema Datenschutz zu überzeugen. App-Anbieter müssen sich zum Gebrauch der Daten zuerst die Zustimmung des Nutzers einholen. Während viel von Apples Erfolg dem brillanten Marketing zuzuschreiben ist, darf dabei jedoch nicht vergessen werden, dass die Produkte von Apple auch technisch überzeugen und der Konzern die Entwicklung stetig vorantreibt.

Warum ist Apple an der Börse so erfolgreich?

Das Beratungsunternehmen Interbrand ermittelt jährlich den Markenwert verschiedener Unternehmen. Mit einem Markenwert von ca. 408 Milliarden USD führt Apple die Liste der wertvollsten Marken zum neunten Mal in Folge an. Damit übersteigt allein der Wert der Marke Apple die Marktkapitalisierung vieler Unternehmen. Die Marktkapitalisierung des größten Dax-Wertes Linde liegt aktuell ca. bei 169 Milliarden USD.
Die gesamte Marktkapitalisierung des Konzerns liegt aktuell bei ca. 2.400 Milliarden USD. Damit liegt nur noch der Ölkonzern Saudi Aramco vor Apple. Der Weg hin zu einem so hohen Wert gelang auch dank stetig steigender Umsätze und solider Gewinne. Zwischen 2001 und 2004 lag der durchschnittliche Quartalsgewinn von Apple bei etwa 24 Mio. USD. Für einen Gewinn in dieser Höhe braucht das Unternehmen heute lediglich 4 Stunden. Bis auf kleinere Rücksetzer spiegelt sich diese Entwicklung auch in den Umsätzen wider, sodass Apple im Jahr 2021 einen Rekordumsatz von fast 366 Milliarden USD vermelden konnte. Seit dem Jahr 2012 nutzt Apple die Gewinne, um den Aktionären eine regelmäßige Dividende zukommen zu lassen. Eine große Hilfe bei der Kurssteigerung des Unternehmens dürfte auch das Vertrauen namhafter Investoren wie Warren Buffet gewesen sein. Berkshire Hathaway investierte 2016 ca. 36 Milliarden in Apple Aktien, welche im Jahr 2022 einen Wert von etwa 160 Milliarden darstellen und im Durschnitt eine jährliche Dividende von 775 Millionen USD generieren.
Auf der Welt gibt es nicht viele Unternehmen mit einem ähnlich hohen Marktwert, doch es spricht viel dafür, dass Apple sich über die letzten Jahrzehnte zurecht in der Spitze dieser Unternehmen etabliert hat.

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