Rechtsbündnis gewinnt die Wahl in Italien

September

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Italien hat gewählt. Giorgia Meloni, die der Partei Fratelli d`Italia angehört, erklärte nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses ihren Anspruch, das Land zukünftig zu regieren. Stand jetzt wird sie in einem rechtsorientierten Bündnis die Regierung bilden.

Bevor die Italiener am Wochenende gewählt hatten, kam es in der zurückliegenden Handelswoche zu Kurseinbrüchen in fast allen Sektoren. Zins- und Rezessionsängste bewegten Anleger, Positionen in den Depots zu liquidieren. Neben dem Aktienmarkt geriet auch der Ölpreis unter starken Abgabedruck. Der Dollar konnte währenddessen seine Stärke gegenüber anderen Devisen weiter ausbauen. So befindet sich beispielsweise der Pfund gegenüber dem Dollar auf einem Rekordtief. Der Abverkauf der britischen Währung ist auch auf die zweifelhafte Zahlungsfähigkeit der Engländer zurückzuführen. Der Dollar stieg vergangene Woche auf ein 20-Jahres-Hoch. Jerome Powell, Chef der Federal Reserve Bank, gab erneut bekannt, dass die Bekämpfung der Geldentwertung höchste Priorität habe, auch wenn diese voraussichtlich zu einer Abkühlung der Wirtschaft führe. Rezessionswarnungen gab es heute auch vom ifo-Index. Der Geschäftsklimaindex fiel stärker als von vielen Ökonomen erwartet. Dieser befindet sich derzeit bei 84,3 Zählern und somit auf dem tiefsten Stand seit Mai 2020. Der derzeitige Präsident des ifo Instituts Fuest gab bekannt, dass Deutschland in eine Rezession rutsche.

                                                        

Einzelwerte

Neuigkeiten gab es von dem amerikanischen Softwarehersteller Adobe. Das Unternehmen, das auf digitale Medien und Geschäftsprozesse spezialisiert ist, bestätigte letzte Woche die Aussage, den Konkurrenten Figma für 20 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Investoren straften das Unternehmen aufgrund der Entscheidung ab. Mittlerweile notiert das Unternehmen ca. 55 % unter den Höchstkursen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens sank nach Bekanntgabe um 30 Milliarden Euro und verlor somit 10 Milliarden mehr als der Kaufpreis des gewünschten Zielunternehmens.

Des Weiteren gab es Neuigkeiten vom deutschen Batteriehersteller Varta. Das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Ellwangen senkte in der zurückliegenden Woche die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Ursache hierfür sei, dass gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass das Unternehmen unter Lieferengpässen leidet. Der Aktienkurs verlor am Freitag 34,18 %.

Schlimmer hat es den deutschen Finanzierer Hypoport getroffen. Sowohl die Immobilienfinanzierungen als auch die Corporate-Finance-Geschäfte sorgten für schlechte Ergebnisse. Der Jahresausblick fiel düster aus, sodass die Aktie allein am Freitag 45,98 % nachgab. Am Donnerstag hatte sie bereits 7,44 % eingebüßt.

Märkte in der vergangenen Woche

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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