Bankenkrise führt zu weiterem Druck

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Sorgen um die Stabilität der US-Banken, in dessen Folge auch Europas Banken in den Fokus rückten, sorgten für starke Kursschwankungen bei Aktien und auch bei Anleihen.

Die erneut hohen US-Inflationsdaten und sogar die Leitzinserhöhung der EZB rückten dabei in den Hintergrund. Eine bemerkenswerte Handelswoche liegt hinter den Staatsanleihemärkten.

Nachdem bereits im späten amerikanischen Handel am letzten Freitag infolge der strauchelnden US-Regionalbanken die Renditen stark zurückgegangen waren, setzte sich dieser Trend zum Wochenauftakt fort.

Allein am Freitag und Montag fiel die Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen um rund 100 Basispunkte. Das hat es seit mehr als 40 Jahren nicht gegeben. Auch bei längeren Laufzeiten waren die Renditerückgänge enorm. Nach einer kurzen Erholung am Dienstag ging es zur Wochenmitte mit den Renditen dann nochmals bergab.

Investoren zweifelten, ob die Notenbanken in diesem Umfeld noch zu nennenswerten Leitzinsanhebungen in der Lage sind. Doch eine unbeirrte EZB hob am Donnerstag den Leitzins deutlich an und leitete damit eine gewisse Gegenbewegung auf den Anleihemärkten ein.

Aktienmärkte

Die weltweiten Aktienmärkte mussten sich diese Woche Finanzstabilitätssorgen auseinandersetzen.

Bereits am vergangenen Freitag verzeichneten die US-Börsen hohe Verluste, nachdem die Silicon Valley Bank von der US-Einlagensicherungsgesellschaft übernommen werden musste. Diese Woche geriet dann die Schweizer Universalbank Credit Suisse ins Kreuzfeuer der Märkte.

Mit der Angst vor einer Bankenkrise geriet jedoch der gesamte Aktienmarkt, vor allem in Europa, unter Druck – Insbesondere bei europäischen Banken zeigten sich starke Kursverluste. Doch das Eingreifen von Aufsicht, Zentralbanken und die Hilfen durch andere Banken konnte die Lage im Laufe der Woche entspannen.

Derweil konnten Chinas Aktienmärkte, unterstützt durch verbesserte makroökonomische Daten, ein Wochenplus verzeichnen. Gold wurde seinem Ruf als „sicherer Hafen“ diese Woche gerecht. Der Goldpreis stieg auch dank sinkender Zinsen auf ein neues Jahreshoch.

Konjunktursensible Rohstoffe wie bspw. Öl mussten hingegen Preisrückgänge verkraften. Auch am Devisenmarkt suchten Anleger Sicherheit. Vor allem der US-Dollar und der japanische Yen profitierten hiervon, nicht hingegen der Schweizer Franken.

Einzelwerte

Das Ringen um die Zukunft der Credit Suisse hat ein Ende: Die UBS übernimmt die zweitgrößte Schweizer Bank.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) unterstützt die Notfusion mit Liquiditätshilfen im Umfang von 100 Milliarden Franken, wie Regierung, Finanzaufseher sowie die beiden Banken in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Sonntagabend bekanntgaben.

Die UBS zahlt drei Milliarden CHF (rund drei Milliarden Euro), oder 0,76 Franken pro Aktie, wie das Geldhaus mitteilte. Der Übernahmepreis stellte allerdings einen deutlichen Abschlag dar: Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Credit-Suisse-Aktie bei rund 1,86 Franken, die Marktkapitalisierung lag bei über sieben Milliarden Franken (s.u.: Kurs der Credit Suisse und UBS).

Ein Ausfall der Credit Suisse wäre ein „unkalkulierbares Risiko für die Schweiz und das Finanzsystem“ gewesen, so wurde der Schweizer Bundespräsident Alain Berset zitiert.

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS sei daher die beste Lösung. Colm Kelleher, Verwaltungsratspräsident der UBS sagte, die Übernahme stärke die führende Position der Bank als weltgrößter Vermögensverwalter.

An der Solidität der größten Schweizer Bank ändere sich nichts: „Wir sind uns der Bedeutung einer starken Bilanz bewusst und die UBS bleibt felsenfest.“ Es sei geplant, dass das Schweiz-Geschäft der Credit Suisse ebenfalls integriert werde. Eine Prüfung der Transaktion durch die Wettbewerbshüter werde es nicht geben, ergänzte die Finanzaufsicht Finma.

Kelleher kündigte zudem Einschnitte bei der Investmentbank der Credit Suisse an, die viele der Verluste der letzten Jahre zu verantworten hatte. „Lassen Sie mich hier sehr konkret werden: UBS beabsichtigt, das Investmentbanking-Geschäft der Credit Suisse zu verkleinern und mit unserer konservativen Risikokultur in Einklang zu bringen“, sagte Kelleher bei der Pressekonferenz.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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