Episode #018

Kriegsbeginn und Cyberattacken: Wie der Energiesektor und die IT-Branche profitieren

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Die Geschehnisse an den Börsen wurden letzte Woche von der geopolitischen Spannung und dem Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine bestimmt. Trotz des Börseneinbruchs, welcher durch den Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine verursacht worden ist, besteht Hoffnung zu einer schnellen Entspannung der aktuellen Situation. Mehr dazu hier.

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Die Geschehnisse an den Börsen wurden letzte Woche von der geopolitischen Spannung und dem Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine bestimmt. Trotz des Börseneinbruchs, welcher durch den Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine verursacht worden ist, besteht Hoffnung zu einer schnellen Entspannung der aktuellen Situation.

Kursentwicklungen der Indizes

Die Börsen preisten dies bereits am Freitag ein, sodass beispielsweise der deutsche Leitindex Dax am letzten Handelstag der vergangenen Woche 3,66 % zulegen konnte. Neben den klassischen westlichen Indizes erholte sich auch der russische Leitindex RTS am vergangenen Freitag und legte 26 % zu. Damit wurde ein Großteil der Kursverluste, welche zu Kriegsbeginn, also in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, entstanden sind, wieder aufgeholt.

Weiterer Anstieg der Inflationsrate?

Eine erfolgreiche Friedensverhandlung könnte kurzfristig die Börsenkurse weiter ansteigen lassen, wobei das akute Problem der Inflation und die damit verbundenen Zinserhöhungen nicht vergessen werden dürfen. Dennoch ist es möglich, dass sich aufgrund des Kriegsausbruchs die amerikanische Zentralbank dazu entscheidet, die Straffung der Fiskalpolitik zu verzögern. Dies würde vermutlich für weitere positive Impulse an den Börsen sorgen. Im Falle eines länger anhaltenden Konflikts könnten eine Knappheit bei Öl und Gas zu einer weiter steigenden Inflationsrate führen. Da der Westen weniger von russischen Energieträgern abhängig sein möchte und damit die Energiesicherheit in Europa gewährleistet werden soll, konnten insbesondere Aktien von westlichen Versorgern profitieren. Es ist möglich, dass die europäischen Regierungen die Restlaufzeit der Kohle verlängern. Der deutsche Versorger RWE konnte von dieser Entwicklung profitieren. Die Aktie legte am vergangenen Freitag 5,68 % zu. Energie ist im laufenden Jahr mit Abstand der Sektor, der die größte Performance aufweist. Das Plus beläuft sich auf 18 %. Technologie hingegen ist die Branche, welche im aktuellen Jahr mit –14 % den schlechtesten Sektor darstellt.

Positive Entwicklungen in der Fintech und IT-Branche

Positive Kursentwicklung gab es auch bei dem amerikanischen Zahlungsdienstleister Block. Die Aktie des Unternehmens, welches vorher unter dem Namen Square notierte, legte nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am Freitag 25,24 % zu. Das Fintech-Unternehmen konnte gegenüber dem Vorjahr sowohl den Umsatz als auch den Gewinn erhöhen.
Auch die Aktie des deutschen IT-Spezialisten für Sicherheitssoftware secunet konnte am Freitag 13,21 % zulegen. Aufgrund von steigenden Cyberattacken wird es zukünftig voraussichtlich weitere Gewinner aus der Branche geben.
Die digitale Asset Klasse der Kryptowährungen konnte sich nach dem Absturz am Donnerstag wieder erholen. Der Bitcoin, die Mutterwährung der neuen Devisen, befindet sich kurz vor der 40.000 US-Dollar Marke.

Aktuelle Börsenzahlen

Während Deutschland den Luftraum für russische Flüge sperrt, fielen die Ergebnisse der Börsen durchwachsen aus. Der deutsche Leitindex DAX schloss die Woche mit einem Minus von 3,16 % ab. Der EUROSTOXX 50 wies einen Verlust von 2,54 % auf. Die NASDAQ 100 konnte einen Kursgewinn von 1,28 Prozentpunkten erzielen. Der Dow Jones schloss die Woche mit einem Minus von 0,06 % ab. Der S&P 500 legte 0,82 Prozentpunkte zu, wobei sich eine Feinunze (Gold) auf Wochenbasis um 0,33 % verbilligte. Letzten Freitag lag der Preis einer Feinunze bei 1889,20 US-Dollar. Eine virtuelle Münze des Bitcoins beendete die zurückliegende Woche mit einem Minus von 1,47 %.

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