Episode #006

So beeinflusst die Corona-Mutation Omikron die Börse

Plutos Marktrunde Podcast Webseite
Letzte Woche gerieten die Börsen aufgrund von steigenden Corona-Fällen unter Druck, so gab das Robert Koch Institut bekannt, dass die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf 446,7 gestiegen ist. In den Wochen zuvor schien es noch, als spiele die Pandemie an den Börsen keine Rolle mehr. Jedoch sind die kürzlich aufgetretenen negativen Folgen an den Aktienmärkten hauptsächlich auf die neue südafrikanische Corona-Mutation, B.1.1.529 bzw. Omikron, zurückzuführen. Viel Spaß beim Hören!

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von plutos-marktrunde.podigee.io zu laden.

Inhalt laden

Letzte Woche gerieten die Börsen aufgrund von steigenden Corona-Fällen unter Druck, so gab das Robert Koch Institut bekannt, dass die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf 446,7 gestiegen ist. In den Wochen zuvor schien es noch, als spiele die Pandemie an den Börsen keine Rolle mehr. Jedoch sind die kürzlich aufgetretenen negativen Folgen an den Aktienmärkten hauptsächlich auf die neue südafrikanische Corona-Mutation, B.1.1.529 bzw. Omikron, zurückzuführen.

Auswirkungen von Omikron und „Black Friday“ auf die Börse

Anleger befürchten einen neuen Lockdown, welcher die teilweise angeschlagene Wirtschaft nachhaltig schädigen könnte. Der deutsche Leitindex Dax gab alleine am vergangenen Freitag über 4 % nach. Die amerikanischen Indizes mussten am letzten Handelstag der zurückliegenden Woche ebenfalls Verluste einbüßen, wobei diese nicht so erheblich ausfielen wie hierzulande. Dies könnte darin begründet sein, dass die amerikanischen Börsen aufgrund von Thanksgiving bereits nach 3 Stunden den Wertpapierhandel wiedereinstellten.
Der Absturz der Börsen fiel ausgerechnet auf den sogenannten „Black Friday“, welcher eigentlich für hohe Umsätze und eine florierende Wirtschaft steht.
Neben den Aktien stand auch die neue Asset-Klasse der Kryptowährungen unter Abgabedruck, so gab die Leitwährung Bitcoin in der letzten Woche 6,45 % nach.

Impfstoffhersteller profitieren an der Börse

Positives gab es hingegen von den Biotechnologieunternehmen BioNTech und Moderna zu berichten. Die Aktienkurse legten am letzten Handelstag 13 % bzw. 22 % zu. Dies ist vermutlich auf eine voraussichtlich schnelle Adaption des Impfstoffes zurückzuführen, welcher auch gegen die neue Mutation aus Südafrika schützen soll. Die nötigen Anpassungen sollen binnen sechs Wochen umgesetzt sein, sodass laut Aussage des Unternehmens der getestete Impfstoff innerhalb von 100 Tagen zum Einsatz kommen könnte.

Profiteure und Verlierer an der Börse

Neben den Impfstoffherstellern konnten auch Aktien anderer Unternehmen, welche von einem erneuten Lockdown profitieren würden, teilweise erheblich zulegen. Demzufolge verteuerte sich beispielsweise das Wertpapier des deutschen Lebensmittel Lieferanten HelloFresh am „Black Friday“ um mehr als 5 %. Hingegen standen Re-Opening Aktien, wie Touristik und Luftfahrt, unter erheblichen Abgabedruck. Der Flugzeugbauer Airbus und der deutsche Flughafenbetreiber Fraport mussten unter anderem große Verluste hinnehmen. Anhand der jüngsten Entwicklungen scheint es als sei die lange weltweite Aufwärtsrally an den Börsen vorerst beendet.

Aktuelle Börsenzahlen

Während es immer wahrscheinlicher wird, dass aufgrund der Lieferengpässe nicht jeder Weihnachtswunsch erfüllt werden kann, tendierten die Börsen, wie bereits eingangs erwähnt, zu deutlicher Schwäche. Der deutsche Leitindex DAX schloss die Woche mit einem Minus von 5,59 % ab. Der EUROSTOXX 50 wies einen Verlust von 6,13 % auf. Die NASDAQ 100 musste einen Verlust von 3,31 Prozentpunkten hinnehmen. Der Dow Jones schloss die Woche mit einem Minus von 2,71 % ab. Der S&P 500 gab 2,22 Prozentpunkte nach, wobei sich eine Feinunze (Gold) auf Wochenbasis 2,90 % verbilligte. Letzten Freitag lag der Preis einer Feinunze bei 1792,28 US-Dollar. Eine virtuelle Münze des Bitcoins beendete die zurückliegende Woche mit einem Minus von 6,45 %.

Investmentreport 2021: Rettung der Weltwirtschaft

Das Corona-Jahr 2020 war von Lockdowns, einem rapiden Einbruch der Wirtschaftsentwicklung und dem Hoffen und Bangen auf der Suche nach Impfstoffen geprägt. Erfahren Sie mehr über den Ausblick und unsere Strategie für das Jahr 2021.

Weitere Episoden

Aufgrund des starken Arbeitsmarkts könnte die Zinserhöhung wesentlich höher ausfallen, sodass dies zu neuen Unternehmensbewertungen und fallenden Aktienkursen führen könnte. Mit einem höheren Leitzins könnte die FED ihr Hauptziel, die Bekämpfung der Inflation, schneller erreichen, dabei soll es möglichst zu keinem Wirtschaftsabschwung kommen. Mehr dazu hier.