Powell bewegt wieder die Märkte

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Wir blicken auf eine ereignisreiche Woche zurück. Vergangenen Mittwoch, den 30.11.22, stellte der US-Notenbankchef in einer Rede eine weniger aggressive Geldpolitik der FED in Aussicht. Er betonte zwar immer noch die zu hohe Inflation, machte Anlegern jedoch Hoffnung, dass die Zinsschritte, mit denen der Leitzins wahrscheinlich weiter erhöht wird, kleiner ausfallen werden. Schlechte Nachrichten kommen allerdings vom Arbeitsmarkt in den USA.

Ende der letzten Woche wurde der monatliche Arbeitsmarktbericht in den USA veröffentlicht. Dieser fiel für den Monat November überraschend gut aus. Nicht nur, dass der Stundenlohn stärker als erwartet gestiegen ist, auch wurden mehr Stellen geschaffen als prognostiziert. Das sieht zwar auf den ersten Blick nicht schlecht aus, trotzdem reagierten die Märkte eher defensiv. Grund dafür ist der Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Zinsentwicklung.

Sollten die Löhne stärker steigen als erwartet, kann dies die Inflation unter Umständen weiter nach oben treiben. Die Zentralbanken sind also bei einer solchen Entwicklung weniger motiviert, ihre Zinsschritte defensiver zu gestalten.

Aktienmärkte

Die Märkte passen sich den verschiedenen Signalen der Zinsentwicklung an. So konnten am Mittwoch nach der Rede von FED-Chef Powell sowohl Dow Jones als auch S&P 500 ein starkes Plus verzeichnen. Die positive Stimmung wird voraussichtlich nicht in die nächste Woche getragen. Die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts schlägt auf die Stimmung der Anleger und lässt die Zinssorgen weiter bestehen.

Die Märkte können die Woche zwar mit einem Plus abschließen, jedoch bleibt die Zinsfrage spannend und die Anleger können kein eindeutiges Signal in dieser Frage festmachen. Der S&P 500 ist mit 1,13 % und der NASDAQ mit 2,03 % im Plus. Der DAX kann seine Positivserie nicht fortsetzen und verliert zum ersten Mal seit acht Wochen leicht mit -0,08 %. Gute Nachrichten gibt es für die Rohstoffinvestoren.

Sowohl Öl als auch Gold und Silber konnten letzte Woche kräftig zulegen. Öl ist um ca. 2 % gestiegen und konnte den Abwärtstrend durchbrechen. Wie nachhaltig diese Trendwende ist, bleibt noch offen und ist abzuwarten. Gold konnte ebenfalls mit 2,5 % zulegen. Auch für Anleger in Bitcoin gibt es positive Entwicklungen. Nach sehr schweren Wochen für die digitalen Assets konnte sich der Bitcoin zumindest ein wenig erholen, mit einem Plus von guten 3,2 %.

Bitcoin Graph von Yahoo Finance ( Powell )
BTC-USD Interactive Stock Chart | Bitcoin USD Stock – Yahoo Finance

Einzelwerte

Die schweizerische Bank Credit Suisse hat eine turbulente Woche hinter sich.

Zu Beginn wurde der Trend des letzten Jahres fortgesetzt und die Aktie verlor stark an Wert. Dieser Trend wurde von den Aussagen des neuen CEO unterbrochen. Er wolle Abflüsse des verwalteten Vermögens stoppen.

Zusätzlich hatte die Credit Suisse letzte Woche frisches Fremdkapital beschaffen können. Der Trend der Aktie änderte sich und der Kurs konnte sich am Freitag mit einem Plus von 10 % erholen. Die Nachhaltigkeit dieser Trendwende ist abzuwarten.

Graph von Yahoo Finance Aktie Crédit Suisse ( Powell )
Credit Suisse Group AG (CS) Interactive Stock Chart – Yahoo Finance

Märkte in der vergangenen Woche

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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Wir, die Plutos Vermögensverwaltung AG, haben an uns die Erwartung, die neusten Entwicklungen aus der Forschung zu kennen, um möglichst früh auf neue Technologien reagieren zu können. Ein Beispiel dieser Bemühungen ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt, die von Prof. Dr. Horsch und unserem Vorstand Kai Heinrich ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieser Kooperation begleitet die Plutos Vermögensverwaltung AG das Hauptseminar des Masterstudienganges Data Sciences.
Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass es am Aktienmarkt nur eine Gewissheit gibt: Nämlich, dass es immer Krisen und Crashs geben wird. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie wir es innerhalb der letzten 2 Jahre gesehen haben. Mit Corona, dem Ukrainekrieg und der daraus resultierenden Energie-/ und Inflationskrise scheint es, als folge eine Krise der Nächsten. Umso verständlicher ist es, dass Investoren momentan zunehmend verunsichert agieren. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass sich die Aktienmärkte in der Regel immer von Crashs und globalen Krisen erholt haben. Im folgenden Artikel werden historische Börsencrashs und die damals anschließende Entwicklung der Aktienmärkte vorgestellt.

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