Märkte profitieren von kurzfristigen Zinspeak

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

In dieser Woche setzte sich die rückläufige Entwicklung der Kapitalmarktzinsen weiter fort. Dabei ließen bessere Inflationsdaten (entgegen den Analysten-Erwartungen) in den USA die Anleger hoffen, dass der Höhepunkt im aktuellen Zinszyklus inzwischen erreicht sei.

Infolge von Spekulationen darüber, dass erste Leitzinssenkungen bereits vor der Mitte des Jahres 2024 geschehen könnten, profitieren auf dem Rentenmarkt vor allem Bonds mit längeren Laufzeiten (im unteren Bild sind die 10-jährigen Bond-Renditen der vier Länder abgebildet).

Dem gegenüber stehen Äußerungen führender amerikanischer Zentralbanker, nachdem höhere Zinsen nicht ausgeschlossen seien. Im Herbst hat der Desinflationstrend in den Vereinigten Staaten wieder eingesetzt, so zeigten die Daten im Oktober wieder einen merkbaren Rückgang auf 3,20 %.

Positive Reaktionen gab es darauf, dass die Kernrate der Inflation auf 4 % gefallen war sowie auf einen absoluten Rückgang der Preissteigerung im Vormonatsvergleich. Auf der Seite der Erzeugerpreise zeigt sich ebenfalls ein Rückgang in den USA. Auf der konjunkturellen Seite wurden in der letzten Woche weiter schwache Daten gemeldet.

Während sich die regionalen Einkaufsmanagerindizes etwas stärker im Monatsvergleich zeigten, schwächelte vor allem der Immobilienmarkt, während die Einzelhandelsumsätze leicht rückläufig waren. In China gibt es die ersten Hinweise auf eine Erstarkung der inländischen Wirtschaft. 

Während unterschiedliche Indikatoren ein gemischtes bzw. eher negatives Bild zeigen, stiegen allerdings die Einzelhandelsumsätze um 7,60 % im Vergleich zum Vorjahresmonat (und gegenüber 5,50 % im September). Bezüglich der Gesamtregion Asien trübt die deutliche Abschwächung des japanischen Wachstums den Ausblick.

Auf dem europäischen Kontinent ging die Industrieproduktion im vorletzten Quartal des Jahres leicht zurück. Entgegen dem stiegen die ZEW-Konjunkturerwartungen im November erneut stark an, sodass die Erwartungen inzwischen auf dem historischen Durchschnitt liegen.

Auf der geopolitischen Seite zeigten sich in den letzten Tagen US-Präsident Biden und Xi Jinping bereit zu einem Dialog. Währenddessen einigte sich das Repräsentantenhaus in den USA auf einen neuen Übergangshaushalt.

Aktienmärkte

Auch in dieser Woche zeigten sich die Aktienmärkte von ihrer starken Seite. Während die globale Benchmark MSCI World um etwas mehr als 0,85 % zulegen konnte, profitierten vor allem die europäischen Märkte von vereinzelt positiven konjunkturellen Signalen und einem Rückgang der Anleiherenditen nach einem kurzfristigen Peak.

Der deutsche Leitindex DAX konnte um 4,49 % zulegen, der breitere Euro STOXX 50 um 3,42 %. Die amerikanischen Indizes S&P 500, NASDAQ 100 und der Dow Jones Industrial Average handelten nach Wochenschluss alle mit einem Aufschlag von rund 2 %. Auch die Edelmetalle Gold und Silber konnten rund 2 % zulegen, während die digitale Währung Bitcoin um 2,28 % schwächer tendierte.

Einzelwerte

Mitte letzter Woche legte der amerikanische Tech-Konzern Cisco Systems Inc. Quartalszahlen vor. Das Unternehmen mit Sitz in San Jose erwirtschaftete im ersten Quartal (Fiskaljahr 2024) ein Rekordergebnis in der Firmengeschichte.

Während der Umsatz bei 14,70 Milliarden US-Dollar lag, was einem Anstieg von 8 % im Vorjahresvergleich entsprach, konnte der Gewinn pro Aktie um 37 % gesteigert werden. Dabei wurde das Rekordergebnis laut Cisco vor allem durch die erfolgreiche Transformation des Geschäftsmodells erreicht.

Das Unternehmen profitierte dabei durch die Investitionen der Kunden in Generative AI, Cloud-Software, Security sowie weitere IT-Anwendungen. Die Software-Sparte verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13 %, während der annualisierte wiederkehrende Umsatz um 5 % anstieg.

Das Auftragsbuch verzeichnete ebenfalls ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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