Kurzfristig schwächere Renditen stützten Aktienmärkte

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im Vergleich zum Vormonat September um fast 0,50 %, was etwas stärker ausfiel, als von Ökonomen erwartet wurde. Im Vergleich zum Preisanstieg im Vorjahresmonat Oktober 2022 beträgt der Konsumentenpreisindex jedoch immer noch 3,70 % (was stark von den schwankenden Energiepreisen beeinflusst wird).

Klammert man die Energie- und Nahrungsmittelpreise aus, stand die sogenannte Kerninflation bei etwas über 4,00 %. Es ist fraglich, ob sich daraus für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ein eindeutiges Signal ableiten lässt – Die nächste Zinsentscheidungssitzung steht am 01. November 2023 an.

Derzeit scheint das Narrativ „Higher for longer“ vorzuherrschen, was bedeutet, dass die höheren Zinsen beibehalten werden könnten, ohne dass frühzeitige Zinssenkungen in Aussicht stehen. Gleichzeitig sorgt die plötzliche Eskalation des Nahostkonflikts vorübergehend für Unruhe und Diskussionen an den Märkten.

Sollten sich regionale Akteure wie der Iran oder Saudi-Arabien an dem Konflikt beteiligen, könnte dies potenziell erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und die internationalen Finanzmärkte haben. Obwohl der Konflikt in Israel zweifellos eine bedauerliche menschliche Tragödie ist und man sich wünscht, dass die militärischen Handlungen möglichst bald beendet werden, scheinen die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte bei einer sachlichen Betrachtung vermutlich begrenzt zu sein.

In der vergangenen Woche stieg der Ölpreis anfänglich um etwas mehr als 4,00 %.

Aktienmärkte

Auf den Aktienmärkten setzten sich, ähnlich wie in der vorherigen Woche, die US-amerikanischen Märkte weiterhin gegenüber den europäischen Indizes durch.

Während der S&P 500 um 0,45 % zulegen konnte, nahm der etwas engere Dow Jones Industrial Average um 0,79 % zu. Der NASDAQ-100 hingegen notierte nur etwa 0,15 % im Plus. Sowohl der Euro STOXX 50 als auch der DAX verzeichneten jeweils leichte Rückgänge.

In diesem Kontext konnte der weltweite Benchmark MSCI World Index einen Zuwachs von etwas mehr als 0,90 % verzeichnen. Auch die Edelmetalle Gold (+5,45 %) und Silber (+0,55 %) waren in der vergangenen Woche bei den Anlegern beliebt.

Die positive Aktienentwicklung in der vergangenen Woche kann wahrscheinlich hauptsächlich auf die leicht rückläufigen Renditen von Staatsanleihen in den USA und Europa zurückgeführt werden.

In den Fokus dürfte in den kommenden Wochen wohl vor allem die anlaufende Berichtssaison für das dritte Quartal rücken. In diesem Zusammenhang haben die Großbanken in den USA, darunter JPMorgan Chase & Co. und Wells Fargo, bereits am Freitag, dem 13.10.2023, solide Geschäftszahlen vorgelegt.

Einzelwerte

Am vergangenen Freitag, dem 13.10.2023, hat BlackRock Inc., der weltweit größte Asset Manager, Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen mit Hauptsitz in New York ein Umsatzwachstum von 4,90 %, eine Steigerung des Gewinns pro Aktie um 15,20 % sowie eine leichte Erhöhung der Dividende verzeichnen. Eine wesentliche Komponente in der Berichterstattung von Vermögensverwaltern sind die sogenannten Nettomittelzuflüsse.

Der Umsatz von Asset Managern setzt sich vereinfacht gesagt aus der Summe der Marktperformance des verwalteten Vermögens, den Zu- und Abflüssen von Kundengeldern auf der einen Seite sowie den Verwaltungsgebühren (ausgedrückt als Prozentsatz des verwalteten Vermögens) auf der anderen Seite zusammen.

Die Nettomittelzuflüsse im abgelaufenen Quartal lagen bei ca. 2,50 Milliarden US-Dollar. Während Anleger etwa 28,50 Milliarden US-Dollar in BlackRock-ETFs (vertrieben unter der Marke iShares) investierten, verzeichneten institutionelle Anleger Abflüsse.

Dies lässt sich laut CEO Larry Fink vor allem darauf zurückführen, dass Kunden nach zwei Jahrzehnten erstmals wieder reale Renditen bei Geldmarktprodukten erzielen und aufgrund der aktuellen makroökonomischen Lage vorsichtig agieren.

Zum Quartalsende lag das durchschnittliche verwaltete Vermögen von BlackRock bei ca. 9,40 Billionen US-Dollar, wobei etwas mehr als die Hälfte der Kundengelder in Aktienprodukten investiert sind und mehr als ein Viertel im Anleihen-Bereich.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Kapitalmarktzinsen im Anleihebereich verzeichnete BlackRock die höchsten Zuflüsse von Kundengeldern seit Jahresbeginn. Investoren haben insgesamt über 100 Milliarden US-Dollar in das amerikanische Unternehmen gesteckt.

Auf der Aktienseite zogen Investoren hingegen etwa 46 Milliarden US-Dollar ab, was jedoch durch die positive Entwicklung der Aktienmärkte mehr als kompensiert wurde.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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