Kai Heinrich | 02. April 2026 |

Warum es keine perfekte Anlagestrategie gibt!

Pfeil-Gold-Blitz
Inhaltsverzeichnis

 


Nimmt man nur die Ereignisse an den Kapitalmärkten im ersten Quartal 2026, sieht man, dass es äußerst schwierig ist, stark unterschiedlich wirkende Veränderungen – vom geopolitischen Ereignis bis zum Favoritenwechsel – systematisch mit einer perfekten Anlagestrategie in den Griff zu bekommen. Doch betrachten wir zuerst die Breite der vermeintlich guten Anlagestrategien, die als Fondskonzept oder von Anlageberatern beworben werden. Um es gleich vorweg festzustellen, es gibt keine perfekte Anlagestrategie. Es gibt nur bessere und schlechtere.

 

 Strategie

aktiv/passiv

Kerngedanke

Buy and Hold

eher passiv

Kaufen und langfristig halten

Market Timing

aktiv

Ein- und Ausstieg je nach Einschätzung zum Markt

Value Investing

aktiv

Unterbewertete Titel kaufen

Growth Investing

aktiv

Wachstumsstarke Unternehmen selektieren

Indexing

passiv

Breite Marktabdeckung mit Indexfonds/ETFs

Core-Satellite

Mischform 

Passiver Kern, aktive Beimischungen

 

Hinzu kommen unzählige regelbasierte Anlagestrategien, wie sie beispielsweise bei aktiven ETFs immer beliebter werden. Aber auch ein einfacher ETF-Sparplan, der regelmäßig den immer gleichen Betrag anlegt, wäre hier als regelbasiertes Investment zu nennen. Bei Publikumsfonds liegen Aktienfonds mit einem verwalteten Vermögen von 932 Milliarden Euro in Deutschland deutlich vorn. Davon entfallen 405 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs. Sie alle bieten Anlagestrategien. Doch welche ist gut und welche sollte man besser meiden?

Der Kapitalanleger hat also nicht nur die Qual der Wahl, er kann auch zu dem Ergebnis kommen: Warum gibt es so viele verschiedene Lösungen, wo es wahrscheinlich mathematisch nur eine perfekte Anlagestrategie gibt?

Die Antwort liegt in der mangelnden Prognostizierbarkeit zukünftiger Marktbewegungen in einer äußerst komplexen Welt. Denn alle Anlagestrategien teilt eine – bislang falsche – Annahme, sie könnten aus der Vergangenheit ableitend, die Zukunft prognostizieren.

Nun gibt tatsächlich bessere und schlechtere Anlagestrategien oder Köpfe hinter den Strategien. Es sind die Köpfe, die als Fondsmanager oder Portfoliomanager die Verantwortung für richtige und falsche Entscheidungen tragen. Meist wird durch Festlegung auf eine Strategie der Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg bereits lange vor dem jeweiligen Börsenereignis gelegt. Diese Verantwortung trägt aber nicht der Fondsmanager oder Portfoliomanager, diese Verantwortung liegt in den meisten Fällen beim Anleger selbst. Er oder sie entscheidet sich nämlich mit dem Kauf eines Fonds oder dem Abschluss eines Beratungsvertrags oder einer Vermögensverwaltung für eine Anlagestrategie. Den meisten Anlegern ist allerdings die Dimension dieser Fragestellung nicht bekannt.

 

Entwicklung der Top-Fonds 2025

  • Laut Auswertungen von Portalen und Datenanbietern gehörten spezialisierte Aktienfonds (u.a. mit Fokus auf EdelmetallAktien, wie der Plutos – Active Gold Mining) mit Jahresrenditen von deutlich über +100% zu den besten Fonds für deutsche Anleger im Jahr 2025.
  • Einzelne in Deutschland vertriebene Aktienfonds erreichten in solchen „TopListen ein Plus im Bereich von etwa +110% im Kalenderjahr 2025.

Entwicklung der schwächsten Aktienfonds 2025 

  • Am anderen Ende der Skala standen Fonds mit starken Branchen oder Themenrisiken, die im Jahr 2025 zweistellige negative Renditen auswiesen.
  • Beispiele aus FlopRankings zeigen Aktien und ThemenETFs mit Jahresrenditen um etwa 15% bis knapp 20% für 2025.

 

Wenden wir uns nun konkreten Problemen zu. Wer zu Jahresbeginn 2026 beispielsweise auf das oben genannte Growth Investing gesetzt hat, wurde nach jahrelangem Erfolg von Wachstumsaktien eines Besseren belehrt. Tatsächlich schlug Value Investing das Growth Investing deutlich. Zusätzlich wurde man – durch geopolitische Ereignisse – mit deutlich steigenden Energiepreisen oder mit starken Schwankungen bei Euro/US-Dollar konfrontiert. Jedes einzelne Ereignis war für aufmerksame Beobachter prognostizierbar, doch die Kombination der hier genannten Beispiele kann einem Portfolio deutlich schaden oder nützen.

Wer sich also in die Hände einer regelbasierten Anlagestrategie begibt, sollte sich vorher überlegen, ob die gewählten Regeln mit niedrigen und hohen Zinsen, gutem oder schlechtem Konjunkturverlauf, wechselnden Branchenfavoriten, geopolitischen Ereignissen, Währungsrisiken und so weiter, sicher umgehen kann. In den meisten Fällen ist die Antwort ein klares Nein!

Bei der Plutos Vermögensverwaltung AG gibt es einen Fonds, der ein rein regelbasiertes Konzept anbietet, welches sich aber erst gar nicht vornimmt, auf alle möglichen Fragen eine Antwort zu haben. Der Fonds setzt systematisch auf eine Trendfolgestrategie. Der Fonds bedient sich dafür einer großen Auswahl an Aktien. Das Anlageuniversum ist breit diversifiziert, sodass sowohl alle Branchen als auch die relevanten Regionen abgedeckt sind. Mit dieser Strategie wird gewährleistet, dass aufgrund technischer Entwicklungen der Aktienkurse sowohl feste Ein- als auch Ausstiege ermittelt werden. Der Plutos – T-VEST Fund setzt also regelbasiert nur auf Aktien, die steigen und verkauft genauso regelbasiert, wenn ihr Aufwärtstrend beendet ist. In den meisten Börsenphasen funktioniert das Branchen- und Regionen-übergreifend problemlos. Schwierig sind Börsenphasen, wo es stark schwankend nur eine Seitwärtsbewegung gibt. Der Plutos   T-VEST Fund hat also das Ziel, starke Aktien im Portfolio beizubehalten und Aktien, die eine relative Schwäche aufweisen, zu verkaufen.

Demgegenüber sind Anlagestrategien zu nennen, die aktiv und insbesondere auf Basis der großen Erfahrung ihres Fondsmanagers oder Portfoliomanagers, flexibel auf Ereignisse reagieren, also taktische Entscheidungen treffen. Zusätzlich gilt insbesondere für Mischfonds und andere flexible Portfolien, dass aktiv zwischen Assetklassen gewechselt werden kann. Die Qualität des Selektionsverfahrens ist außerdem entscheidend. Aber auch Selektionskriterien ändern sich regelmäßig, wie das Beispiel von Value und Growth Investing oben gezeigt hat.

Bietet künstliche Intelligenz eine Antwort auf die Frage nach der richtigen Anlagestrategie? Auch hier lautet die klare Antwort derzeit noch Nein! Fachleute prognostizieren erste Erfolge in drei bis fünf Jahren für die KI. Aber was passiert, wenn dann plötzlich alle Gelder nach der einzigen, richtigen Strategie investiert werden? Das geht natürlich nicht. Heute funktionieren die Kapitalmärkte stets auf Basis entgegengesetzter Meinungen – es treffen bei jedem Umsatz Käufer und Verkäufer eine exakt gegenteilige Entscheidung. Eine einheitliche Anlagestrategie würde einen Handel und damit eine Kursfindung unmöglich machen.

Abschließend bleibt festzuhalten: Nur eine gut fundierte Entscheidung zu Gunsten einer Anlagestrategie eröffnet die Chance auf eine dauerhaft positive Rendite. Wie hoch diese ist, hängt immer von der persönlichen Risikoneigung ab. Das in den letzten Jahren sehr beliebte Indexing (siehe oben) über den Kauf von ETFs – beispielsweise vornehmlich auf einen weltweit bekannten Aktienindex – dürfte sich früher oder später als Fehlentwicklung entpuppen.

 

 

Wichtige Hinweise:

Die vorstehenden Angaben und die Darstellungen inklusive Einschätzungen (im Folgenden auch „Informationen“ genannt) wurden von der Plutos Vermögensverwaltung AG nur zu Informationszwecken erstellt. Sie stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die Informationen stellen weder ein Angebot für den Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrages noch eine direkte oder indirekte Empfehlung für den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar und ersetzen nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen weder eine persönliche Empfehlung als Teil einer Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- und Anlageempfehlung („Finanzanalyse“) dar. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen aus oder beruhen (teilweise) auf von uns als vertrauenswürdig erachteten, aber von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Die Plutos Vermögensverwaltung AG übernimmt trotz sorgfältiger Beschaffung und Bereitstellung der Informationen für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen keine Gewähr. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben die aktuellen Einschätzungen der Plutos Vermögensverwaltung AG zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern können. Diese können daher durch aktuelle Entwicklungen überholt sein oder sich ansonsten geändert haben, ohne dass die bereitgestellten Informationen, Einschätzungen, Meinungsäußerungen oder Darstellungen geändert wurden beziehungsweise werden. Bei Bedarf setzen Sie sich deshalb bitte mit uns in Verbindung.

Bitte beachten Sie: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Diese Informationen inklusive Einschätzungen dürfen weder ganz noch teilweise vervielfältigt, an andere Personen weiterverteilt oder veröffentlicht werden, sofern nicht hierfür ausdrücklich durch die Plutos Vermögensverwaltung AG vorgesehen. Jede Haftung für direkte beziehungsweise indirekte Schäden oder Folgeschäden aus Handlungen, die aufgrund von Informationen vorgenommen werden, die in dieser oder einer anderen Dokumentation und/oder Publikation der Plutos Vermögensverwaltung AG enthalten sind, wird abgelehnt.       

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).

Diversifikation reduziert das Gesamtrisiko.