Fed und EZB setzen Erholung nichts entgegen

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Die im Januar vorherrschende positive Stimmung an den Finanzmärkten setzte sich auch zu Beginn des Februars fort. Während die Rentenmärkte (zusammen mit dem Aktienmarkt) auf breiter Front stiegen, boten die Konjunkturdaten und geldpolitischen Großereignisse keine eindeutige Erklärung für solch eine Rallye.

Im Verlauf der Woche gab die Fed am Mittwoch bekannt, die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte anzuheben, womit der Zielkorridor nun zwischen 4,5 % und 4,8 % liegt. Am Donnerstag gab dann auch die EZB eine Anhebung der Zinsen um 50 Basispunkte bekannt, ebenso die britische Zentralbank.

Sowohl die Renditen von US-Treasuries als auch die Renditen von europäischen Staatsanleihen gaben nach den jeweiligen Zinserhöhungen nach. Auf der makroökonomischen Seite zeigte sich der US-Arbeitsmarkt am Freitag gemischt – einerseits sprangen die offenen Stellen auf ein Rekordhoch, andererseits fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf ein Rekordtief.

Sowohl in den USA als auch in Europa zeigt sich abgesehen davon eine Fortsetzung von desinflationären Tendenzen.

Aktienmärkte

Nachdem sich in der ersten Wochenhälfte die Aktienmärkte eher ruhig zeigten, nahmen die Börsen im Anschluss auf die Zinsentscheidungen (insbesondere nach der Fed am Mittwoch) Fahrt auf. Basierend auf der Aussage von Jerome Powell, dass ein Rückgang der Inflation sehr wahrscheinlich ist, legte der NASDAQ-100 in der Woche ca. 5,6 % zu, während der breitere S&P 500 um knapp 3,0 % stieg.

Nach der Leitzinserhöhung der EZB am Donnerstag, sprang der DAX über die Marke von 15.500 Punkten und auch der Euro STOXX 50 konnte in der Woche 2,4 % gut machen. In China ist nach mehreren Rückgängen in Folge der Einkaufsmanagerindex überraschend deutlich gestiegen.

Somit mehren sich die Zeichen, dass die schwierigste Phase der Wiedereröffnung vorbei ist. Dies scheint allerdings in den Kursen im laufenden Jahr vorweg genommen zu sein, da der Hang Seng in der vergangenen Woche um ca. 3,8 % nachgab, während der breitere SSE Composite Index (Mainland China) um 0,9 % fiel. 

Der US-Dollar legte auch in der vergangenen Woche weiter zu, die Digitalwährung Bitcoin konnte ebenfalls 3,1 % zulegen. Die Rohstoffmärkte zeigten sich in der letzten Woche schwächer; Gold und Silber verloren jeweils 2,6 % und 4,9 %, während die Ölpreise gar um knapp 5,0 % nachgaben.

Einzelwerte

In der vergangenen Woche stand auf der Einzeltitel-Ebene insbesondere der (Big-) Tech-Sektor im Fokus. Im Verlauf der Woche legten Amazon, Meta Platforms (ehemals Facebook), Alphabet und Apple Zahlen für das abgelaufene Quartal vor.

Zu Beginn der Woche gab Meta einen Umsatzeinbruch von 4 % bekannt. Das operative Einkommen und der Gewinn pro Aktie sackten im Vorjahresvergleich sogar um 49 % und 52 % ab. Auf der anderen Seite konnte ein leichtes Wachstum der Nutzerzahlen aufgewiesen werden.

Die für den Markt relevanten News waren aber die Ankündigung, die Investitionen in die tief verlustreiche Sparte Reality Labs zu reduzieren und weitreichend Kosten zu sparen. Diese Änderung der Strategie von CEO Mark Zuckerberg belohnte der Markt mit einem nachbörslichen Kursanstieg von über 20 %.

Somit lässt Meta im laufenden Jahr den direkten Konkurrenten Alphabet, aber auch weitere Player im Tech-Segment hinter sich.

Die Ergebnisse der drei anderen Tech-Unternehmen waren allesamt enttäuschend.

Alphabet hatte mit rückläufigen Werbeeinnahmen zu kämpfen. Amazon konnte aufgrund des starken Weihnachtsgeschäfts die Umsatz-Erwartungen schlagen, hatte allerdings auch mit höheren Kosten zu kämpfen (sowie einem nicht-realisierten Verlust von 2,3 Milliarden USD durch die Beteiligung am tief defizitären Autobauer Rivian).

Auch Apple legte enttäuschende Quartalszahlen vor. Die Umsätze auf der Konzernebene fielen um 8 %, die Verkäufe von iPhones ließen um 5 % nach. Trotzdem konnte die Aktie eine negative nachbörsliche Kursreaktion am gleichen Abend wieder ausgleichen.

Alphabet und Amazon notierten am Tag nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen jeweils im Minus.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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