Anstehende Zinsentscheidungen verunsichern weiterhin den Markt

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Viel spricht dafür, dass die internationale Zinserhöhungsphase hinter uns liegt. Allerdings liegt das Zinsniveau schon heute auf einem Niveau, das in der Vergangenheit deutlich konjunkturbremsend und damit rezessions- und börsenbaisse-verursachend war.

Auffällig ist dabei, dass der US-Realzins auf das Niveau der Finanzkrise von 2009 gestiegen ist. Der Realzins ist wahrscheinlich der wichtigste Konjunkturbeeinflussungsfaktor.

Wenn die US-Zinsen jetzt längere Zeit auf hohem Niveau verbleiben (mehrheitlich wird Mitte 2024 mit der ersten Zinssenkung gerechnet), dürfte dies zunehmend konjunktur- und börsenbelastend sein.

In der Vergangenheit haben die Börsen nicht generell nach oben gedreht, wenn die amerikanische Zentralbank von der Zinserhöhungs- in die Zinspausenphase überging. In der Zinspause war die Börsentendenz uneinheitlich und die Baissephasen begannen im Zuge der Zinssenkungen.

Übrigens kam es als Folge der Zinssteigerungen regelmäßig zu Rezessionen. Erst wenn ein wesentlicher Teil der Rezession abgelaufen war, drehten die Aktienmärkte wieder nach oben.

In der Regel führt eine Verknappung der Liquidität, die durch die FED seit April 2022 bislang mit über 800 Mrd. US-Dollar vollzogen wurde, auch zu einem Dollaranstieg. Die jetzt anstehenden Zinsentscheidungen von EZB und FED sollten zwar keine weiteren Zinsschritte bescheren, aber gleichzeitig werden die Notenbanken keinen klaren Ausblick geben können, da die Schwankungsraten bei den Preissteigerungen in den USA und Europa weiterhin hoch sind.

Aktienmärkte

In der neuen Woche sollte sich der Seitwärtshandel erst einmal fortsetzen. Impulse dürften in der laufenden Woche die US-Verbraucherpreise am Mittwoch setzen und am Donnerstag die EZB-Sitzung (siehe oben).

Beim weltweit wohl größten Börsengang des Jahres erwägt der britische Chipdesigner Arm Insidern zufolge angesichts der Überzeichnung, den Preis je Aktie am oberen Ende der Spanne oder darüber anzusetzen.

Wegen der starken Nachfrage von Investoren werde Arm wahrscheinlich in der Lage sein, den Preis für den Börsengang am oberen Ende oder darüber der Spanne von 47 bis 51 Dollar je Aktie festzulegen. Der Zeitpunkt wurde geschickt gewählt.

Der Risikoappetit der Anleger ist 2023 bei den Halbleiteraktien besonders groß. Der MSCI Welt Halbleiterindex hat bislang 60,6 % zugelegt, was deutlich über dem MSCI-Welt mit 13,3 % oder dem EuroSTOXX50 mit 11,7 % (jeweils in Heimatwährung) liegt.

Die Stimmung der Anleger deutet auf eine abwartende Haltung hin, wie der der Fear & Greed-Index mit einem neutralen Votum anzeigt.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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