Anhaltender Gegenwind für die Aktienmärkte

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

In der vergangenen Handelswoche konnten die meisten Wirtschaftsdaten überzeugen, insbesondere das Wachstum der amerikanischen Volkswirtschaft übertraf die meisten Prognosen.

Anders sieht es in Deutschland und Europa aus. In Anbetracht der schwachen Wirtschaftslage und des rückläufigen Inflationsniveaus beließ die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen unverändert.

Im Verlauf der Woche blieben die Renditen von Staatsanleihen im Wesentlichen unverändert, nachdem sie in der vorherigen Woche gestiegen waren.

Im Euroraum erreichte der Einkaufsmanagerindex den niedrigsten Stand der letzten drei Jahre, während der ifo-Geschäftsklimaindex ein ähnliches Bild zeichnete. Allerdings wies der ifo-Index nach vier Monaten erstmals wieder einen Zuwachs auf, was als möglicher Beginn einer Trendwende interpretiert werden könnte.

Aktienmärkte

Auch in dieser Woche fanden Anleger an den Aktienmärkten keine Entspannung. Die Aktien-Benchmarks verzeichneten in breitem Umfang Verluste, wobei insbesondere die amerikanischen Indizes betroffen waren (S&P 500 -2,53 %, NASDAQ -2,61 %).

Auch der EURO STOXX verzeichnete eine Abwärtsbewegung, wenn auch nur um 0,26 %. Ein Blick auf einige unterschiedliche Aktienfaktoren verdeutlicht die Diskrepanz zwischen verschiedenen Aktien.

Während die wenigen Big-Tech-Aktien die Performance von Growth- und Large-Caps vorantreiben, weisen die Faktoren Momentum, Value und Small-Caps negative Entwicklungen auf (siehe oben).

Einzelwerte

Während des Höhepunkts der Berichtssaison für das dritte Quartal des aktuellen Fiskaljahres veröffentlichten die Big-Tech-Unternehmen ihre Quartalszahlen, darunter auch der amerikanische Konzern Microsoft.

Unter der Leitung von Satya Nadella verzeichnete das Unternehmen im Quartal einen Umsatzanstieg von 12,76 %, eine operative Marge von 47,59 % (im Vergleich zum Vorjahresquartal von 42,93 %) sowie einen Anstieg des Gewinns pro Aktie um 27,23 %.

Investoren richteten ihr besonderes Augenmerk auf die Ergebnisse der Cloud-Sparte von Microsoft, insbesondere auf Intelligent Cloud und Microsoft Azure. Hier konnte der Umsatz trotz des schwierigen Umfelds um 19,36 % zulegen. Dies ist von besonderem Interesse, da die Ergebnisse des direkten Konkurrenten Alphabet (Mutterkonzern von Google) im Cloud-Bereich eher enttäuschend waren.

Die Google-Anteilsscheine verzeichneten am nächsten Handelstag einen Verlust von 9,51 %.

Die starken Ergebnisse von Microsoft wurden hauptsächlich von der Cloud-Sparte angetrieben, wobei der Umsatz der Microsoft Cloud um 24,00 %, der der Server-Produkte um 21,00 % und der von Azure um 29,00 % gestiegen ist. Dennoch zeigten auch andere Bereiche, wie die Office-Produkte (Office Commercial +18,00 %, Office Consumer +3,00 %) oder das ERP-Angebot Dynamics (+28,00 %), eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.

Hingegen erwies sich das Geschäft mit Hardware-Produkten als schwach, mit einem Umsatzrückgang von 22,00 %. Microsoft schüttete im dritten Quartal etwa 9,1 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an die Aktionäre aus.

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen stieg der Microsoft-Aktienkurs um etwas mehr als 3,00 %, womit die Gesamtjahresperformance bei 37,52 % liegt.

Analysten betonten insbesondere den zunehmenden Einfluss der generativen KI im Cloud-Geschäft und hoben auch die überraschend starken Zahlen in den anderen beiden Geschäftssegmenten hervor.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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