Green Bonds, umgangssprachlich Öko-Anleihen oder Klimaschutz-Anleihen, haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Mit ihnen haben Investitionen auch in Niedrigzinszeiten einen tieferen Sinn: Anleger der Umwelt etwas Gutes tun und damit etwas zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Damit das auch wirklich klappt, sind einige Punkte zu beachten. Wir erklären, wie eine Investition in Green Bonds zum Erfolg für die Umwelt und Ihr Vermögen wird.

Wer mit seiner Vermögensanlage etwas für Klima und Umwelt tun will, für den dürfte Transparenz wichtiger sein als ein möglicher Renditeaufschlag. Nicht der Name „Green Bond“ zählt, sondern das, was wirklich dahintersteckt. Dazu gehören ein plausibles Konzept, ein integrer Schuldner und ganz wichtig eine transparente Berichterstattung zu Mittelverwendung und Projektverlauf über die gesamte Laufzeit hinweg. Eine Entscheidungshilfe geben die GBP („Green Bond Principles“) und die Zertifizierung nach dem „Climate Bond Standard“.

Für die Zinszahlung und Rückzahlung spielt die Bonität des Emittenten eine zentrale Rolle. Ihr sollte deswegen unter finanziellen Gesichtspunkten eine hohe Priorität eingeräumt werden. Wer sich für Anleihen von Unternehmen ohne Rating entscheidet, erhält wie bei anderen Schuldpapieren eine attraktivere Zinszahlung, trägt aber auch ein größeres Risiko.

Achten Sie bei ungewöhnlich hohen Zinsen auch auf ein mögliches Währungsrisiko. Weil viele Umweltprojekte im Ausland realisiert werden, notieren zahlreiche Green Bonds in einer Fremdwährung. Viele Fremdwährungen bieten aufgrund des anderen Zinsniveaus dort eine höhere Verzinsung, der Wechselkurs kann zusätzliche Gewinne aber auch Verluste einbringen.

Mit zunehmender Marktbreite können auch Privatinvestoren über Neuemissionen direkt in Green Bonds investieren. Vor allem wegen der großen Stückelung kamen dabei in der Vergangenheit oftmals nur Großinvestoren zum Zuge. Seit 2019 sind vermehrt auch Neuemissionen mit einer Mindestzeichnungssumme von 1.000 Euro auf den Markt, was auch Privatanlegern die Möglichkeit zur Zeichnung verschafft und ihnen den umständlichen und kostenintensiven Erwerb über die Börse erspart.

Wichtige Indizes für Green Bonds sind übrigens der Bloomberg Barclays MSCI Global Green Bond Index und der S&P Green Bond Index. Sie geben Ihnen wertvollen Aufschluss über bereits existierende, handelbare Klimaschutz-Anleihen.