Episode #037

Erste Leitzinserhöhung seit 2011

Plutos Marktrunde Podcast Webseite
Während Vorstandschef Herbert Diess seinen Rücktritt zum ersten September als Vorstandschef der Volkswagen Gruppe bekannt gab, beendeten die Börsen trotz eines schwachen Freitags die vergangene Woche positiv. Mehr dazu hier.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von plutos-marktrunde.podigee.io zu laden.

Inhalt laden

Konjunktur

Während Vorstandschef Herbert Diess seinen Rücktritt zum ersten September als Vorstandschef der Volkswagen Gruppe bekannt gab, beendeten die Börsen trotz eines schwachen Freitags die vergangene Woche positiv.
Obwohl einige Wachstumsunternehmen die Erwartung der Investoren in der aktuellen Berichtssaison nicht befriedigen konnten, schloss auch die amerikanische Technologiebörse Nasdaq die zurückliegende Woche positiv.
Generell bleibt festzuhalten, dass insbesondere die fiskal- und geopolitischen Sorgen nach wie vor das Geschehen an den Börsen bestimmen. Starke Quartalszahlen von der aktuellen noch recht jungen Berichtssaison könnten Notenbanken veranlassen eine noch schärfere Geldpolitik zu betreiben.
So ist am Donnerstag für viele Marktteilnehmer die längst überfällige Entscheidung der Zinserhöhung seitens der Europäischen Zentralbank getroffen worden. Der Zentralrat hat sich seit 2011 für die erste Leitzinserhöhung ausgesprochen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde gab am Donnerstag bekannt, dass es eine Erhöhung um 50 Basispunkte geben werde. In der letzten EZB-Ratssitzung, die in Amsterdam abgehalten wurde, sprachen die Währungshüter lediglich von 0,25 %. Laut Lagarde kam der EZB-Rat zu dem Urteil, dass im Zuge der Leitzinsnormalisierung ein größerer erster Schritt angemessen sei als noch in Amsterdam vor wenigen Wochen avisiert. Die Hoffnung besteht, mit diesem Schritt die Entwertung des Euros stoppen zu können. Die EZB wurde in der jungen Vergangenheit aufgrund ihrer passiven Haltung viel kritisiert.

Aktienmärkte

Die europäischen Aktienmärkte reagierten relativ gelassen auf die Entscheidung der EZB. So bewegten sich beispielsweise der deutsche Leitindex DAX und der EURO STOXX 50, welcher die fünfzig größten europäischen Unternehmen abbildet, am letzten Handelstag nicht nennenswert. Der DAX legte am Freitag 7,04 Punkte zu, was einem Anstieg von 0,05 % entspricht.

Einzelwerte

Zu der größten Enttäuschung gehörte das amerikanische Technologie- und Social-Media-Unternehmen Snap. Die Aktie des Unternehmens, welche die Kamera-App Snapchat betreibt, gab nach Bekanntgabe der Q2 Zahlen fast 40 % nach. Obwohl Umsatz und Benutzerzahlen gesteigert werden konnten, ist die Firma noch defizitär. Der publizierte Ausblick des Unternehmens ist für Investoren nicht zufriedenstellend: Das dritte Quartal sei von vielen Unsicherheiten in Bezug auf das operative Umfeld geprägt.
Hierzulande gab es negative Nachrichten des Lebensmittellieferservice Hello Fresh. Nachdem zunächst die Jahresziele gesenkt wurden, gab das Wertpapier des ehemaligen DAX-Mitglieds am Mittwoch 9,41 % und am Donnerstag 14,03 % nach. Innerhalb von 18 Montagen gab das Unternehmen die vierte Gewinnwarnung bekannt, die zu weiteren Unsicherheiten unter den Investoren führte.

Investmentreport 2021: Rettung der Weltwirtschaft

Das Corona-Jahr 2020 war von Lockdowns, einem rapiden Einbruch der Wirtschaftsentwicklung und dem Hoffen und Bangen auf der Suche nach Impfstoffen geprägt. Erfahren Sie mehr über den Ausblick und unsere Strategie für das Jahr 2021.

Weitere Episoden

Während in dem Abschlusspapier der Weltklimakonferenz, welche in Glasgow stattfand, der weltweit „softe“ Ausstieg aus der Kohlekraft festgehalten wurde, bewegten sich die großen Börsenindizes auf Wochenbasis nicht wesentlich. Zudem sorgen Lieferengpässe und Materialmängel weltweit für Preisanstiege. Was die Auswirkungen sind, besprechen wir in dieser Marktrunde. Viel Spaß beim Hören!
Letzte Woche bewegten sich alle großen Indizes, trotz der brisanten Lage in der Ukraine und den gestiegenen Inflationsraten, auf Wochenbasis nicht wesentlich. Auch die am Freitag publizierten amerikanischen Arbeitsmarktzahlen, welche für den Monat März solide ausgefallen sind, konnten für keine Impulse am Aktienmarkt sorgen. Mehr dazu hier.