Europa und die Märkte atmen auf…

Verfasst von Kai Heinrich | 26. April 2017

die Wahlergebnisse  aus Frankreich haben die Märkte wieder etwas Risiko freudiger werden lassen. Am 07. Mai treten die Kandidaten Emmanuel Macron und Marie Le Pen in den Stichwahlen gegeneinander an.

Das den Umfrageergebnissen nahe Wahlergebnis der ersten Runde bekräftigt die Vorhersage der jüngsten Umfrage von iPsos, die das Ergebnis der Zweiten Wahlrunde zu Gunsten von Macron sieht. Auch der Markt zeichnet ein Bild das wenig Chancen für La Pen ausrechnet. Die Sicherheitshaltung wird zum Teil bereits aufgelöst und der Aktienmarkt steigt wieder dynamisch an.

Bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag zeigte sich eine Veränderung des Euro/USD der mit 2 Cent auf über 1,09 nach oben notierte und nun aktuell bei einem Kurs von 1,0863 liegt. Gold zeigte sich hingegen etwas schwächer.

Sicherlich ist ein Aufatmen nach dem ersten Wahlergebnis nachvollziehbar, wenn man bedenkt was die Umsetzung der Wahlversprechen von Marie Le Pen für die Europäische Union bedeuten könnte. Ein Referendum zur Wahl aus der EU und die Wiedereinführung des Franc hätten sicherlich schwerwiegende Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.

Jedoch ist es bezeichnend das kein Kandidat der „Mitte-Parteien“ in die Stichwahl gewählt werden konnte und das historische Ergebnis für den Front National durch Le Pen nicht zu ignorieren. Auch wenn Le Pen sich in den Stichwahlen nicht dursetzen kann ist der Populismus nach wie vor präsent in Europa.

Eine immer weitere Aufspaltung Europas deutet sich an, auch innerhalb der Länder wie z.B. in Spanien wo sich Basken und Katalanen vom Land abspalten wollen, Venezianer wählen mit 89 % für Unabhängigkeit zu Italien und die Schotten streben Trennung zu Großbritannien an. Das Fundament Europa wackelt und es stellt sich die Frage wie lange noch eine Einigkeit bestehen kann.

EU-Austritts- und Währungswechselversprechen gibt es ebenfalls in Italien, Beppo Grillo hätte mit diesen Punkten bei Wahlen in Italien sicherlich die Nase vorn. Und welche Wahrscheinlichkeit ergibt sich daraus das Italien der nächste Austrittskandidat wird? Einige fragen sich sicher, macht es da noch Sinn die bankrotte Regierung und das marode Bankensystem weiter zu unterstützen?

Wie auch immer die eigene Meinung, sicher ist die Befürworter der EU werden weiter alles versuchen um die Staaten zusammenzuhalten und Deutschland wird nach wie vor eine starke Rolle spielen.

Fazit: Im Großen und Ganzen hat die Wahl in Frankreich nichts verändert. Das Fundament Europa bekommt Risse, Banken und Währungen sind nach wie vor einer Krise unterworfen und Anleger sollten weiterhin unabhängig von kurzfristigen politischen Ereignissen auf Sachwerte wie Gold und solide Aktien bauen.

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