Inflation & die Zukunft des Leitzinses – Die Plutos-Marktrunde, KW 12

Inflation & die Zukunft des Leitzinses - Geld Taschenrechner US Dollar
Zu Beginn der letzten Woche wurde die positive Stimmung an den Märkten zunächst durch die Nachricht über das vorübergehende „Verbot“ des Astrazeneca-Impfstoffes in Deutschland und einigen anderen EU-Ländern getrübt. Das Paul-Ehrlich-Institut wies auf eine mögliche Korrelation zwischen dem Impfstoff und der Bildung von Thrombosen im Gehirn hin.

Inhaltsverzeichnis

Die Märkte sind weiterhin von der Angst eines Anstieges der Inflation geprägt, jedoch befanden sie sich trotz der unsicheren Lage zunächst weiter im Aufwärtstrend und konnten Kursgewinne verzeichnen.

Keine Erhöhung des Leitzinses

Für weitere Unsicherheit sorgten wiederum die durch Inflationsängste getriebenen Renditen der US-Staatsanleihen. Steigende Zinsen können eine sich erholende Wirtschaft schnell ausbremsen und die Refinanzierungen für hoch verschuldete Unternehmen wird dadurch erschwert. Zuletzt bewegten sich die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen bei knapp über 1,7%. Dies ist zwar noch immer ein sehr niedriges Niveau, sollte die Dynamik dieser Renditesteigerungen allerdings anhalten, könnte dies auch an den Aktienmärkten zu weiteren Turbulenzen führen.

FED-Chef Jerome Powell bestätigte in der vergangenen Woche, dass er in absehbarer Zeit nicht von dem Kurs der lockeren Geldpolitik abweichen wird. Die amerikanische Notenbank geht davon aus, dass der Leitzins mindestens bis 2023 nicht steigen wird. 

Mögliche negative Auswirkungen einer Leitzinserhöhung 

Eine Erhöhung der Leitzinsen verteuert die Kosten für das Kapital, sodass Kredite teurer werden und Unternehmen schwieriger an frisches Geld gelangen. Der Wirtschaft wird dadurch die Liquidität für Investitionen entzogen.

Welche negativen Auswirkungen bei der Erhöhung der Leitzinsen auftreten können, lässt sich aktuell in der Türkei beobachten. Nach dem Handeln der türkischen Zentralbank ist die Lira gegenüber dem Dollar abgestürzt, die Aktienkurse sind so stark gefallen, dass der Handel kurzzeitig ausgesetzt werden musste. Ziel des Handelns war es, die Türkei für ausländische Investoren attraktiver zu machen.

Wie wir die aktuelle Lage an den Börsen einschätzen lesen Sie in unserer Plutos Marktrunde KW 12.

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Fondsmanagement, Personal und Compliance. Er agiert außerdem seit 2020 neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance. Zuvor war Kai Heinrich Leiter des Wertpapiergeschäftes der Commerzbank AG Region Taunus und Direktor des Wealth Managements bei der Commerzbank AG Region Rhein Saar.

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