Entspannungstendenzen verhelfen Börsen zur Erholung

Inhaltsverzeichnis

Konjunktur & Aktienmärkte

Konjunktur & Rentenmärkte:

Wir blicken auf eine ereignisreiche letzte Woche zurück. Im Markt entwickelt sich bei den Anlegern langsam Hoffnung, dass sich die Zinspolitik der Zentralbanken im Laufe des Jahres entspannen könnte.

Grund für diese Hoffnung sind die letzte Woche veröffentlichten Zahlen der US-Verbraucherpreise. Diese sind zwar wie erwartet ausgefallen, markieren dabei aber den sechsten Rückgang der Inflation in Folge, was die These stützen würde, dass die Inflation zumindest in den USA auf dem Rückzug ist.

Zusätzlich stützt die Weltbank die Zinshoffnungen am Markt. Diese hat letzte Woche ihre Prognose bezüglich des Wachstums deutlich von 3,0 % auf 1,7 % gesenkt. Was erst mal so klingt, als würde es negativ vom Markt aufgenommen werden, gibt gerade deshalb Grund zur Hoffnung.

Die Zinserhöhungen der Zentralbanken sollen grundsätzlich eine Krise simulieren, um die Überhitzung und damit die einhergehende Inflation innerhalb der Volkswirtschaft zu bremsen. Verschlechtert sich also die Realwirtschaft, ist das ein Zeichen dafür, dass die Maßnahmen der Zentralbanken wirken.

Wird diese künstlich herbeigeführte Krise allerdings zu gravierend, schaden die Maßnahmen eher der Volkswirtschaft, als das sie nützen. Das ist ein sehr enger Grad zwischen Inflation auf der einen und Konjunktur auf der anderen Seite.

Die Marktteilnehmer erhoffen sich, dass die Zentralbanken im Laufe des Jahres ihre Zinspolitik etwas lockern, um die Konjunktur nicht zu sehr zu schwächen.

Powell selbst will dem Markt jedoch noch etwas die Euphorie nehmen. Er betont weiter, dass die Maßnahmen zur Preisstabilität der FED kurzfristig die Wirtschaft belasten können.

Darüber hinaus hat Ende letzter Woche die Berichtssaison mit den Zahlen der Großbanken wie JPMorgan oder Bank of America angefangen.

Aktienmärkte

Die Märkte reagierten durchweg positiv auf die neuen Informationen, welche letzte Woche bekannt wurden.

Der DAX setzt seine Jahresanfangsrallye weiter fort und notierte Ende letzter Woche 15.086,52 Punkte. Damit überschreitet er die 15.000 Punkte Marke, nachdem er direkt zu Beginn des Jahres schon die 14.000 Marke überflügeln konnte.

Der deutsche Leitindex stieg letzte Woche 3,3 % und erreicht damit YTD ein starkes Plus von 8,4 %. Inwieweit dieses massive Plus von Jahresbeginn eine Normalisierung oder zu große Euphorie am Markt ist, wird sich noch zeigen müssen.

Auch die US-Märkte präsentierten sich gut. Der NASDAQ 100 konnte ein Plus von 3,9 % notieren. Die Kursgewinne des S&P 500 fielen etwas geringer aus, mit einem Plus von 2,8 %. Dieser verpasst hier sehr knapp die 4000 Punkte Marke.

Der Markt in China entwickelt sich weiter sehr positiv. Die Lockerungen der chinesischen Regierung scheinen für den Moment zumindest den Markt anzutreiben. Der Hang Seng Index stieg in den letzten sieben Tagen 1,7 %.

Weiter präsentieren sich auch die wichtigsten Rohstoffe sehr positiv. So konnten sowohl Gold mit einem Plus von 2,6 % als auch Silber mit einem Plus von 1,9 % Gewinne verzeichnen.

Hinzu kommt eine sehr positive Woche für Investoren in Öl. Der Rohstoff konnte starke 6,3 % aufholen, nachdem er in den letzten 6 Monaten um knapp 5,8 % gefallen war.

Deutlich volatiler zeigt sich hingegen wie gewohnt der Bitcoin als größter Vertreter der digitalen Assets. Dieser konnte letzte Woche ein sattes Plus von 17,2 % verzeichnen. Die letzte Woche ist also aus Marktsicht sehr positiv verlaufen.

Aktueller DAX Kurs heute • 846900 | DE0008469008 | onvista

Einzelwerte

Der Markt belohnt den Softwareanbieter Teamviewer für gute vorläufige Zahlen im Schlussquartal 2022.

Das Unternehmen konnte seine Billings (abgerechnete Umsätze) im letzten Quartal um 24 % steigern. Zwar profitierten die Göppinger stark von Währungsentwicklungen, aber auch ohne diese schafften sie ein Wachstum von 20 %.

Damit konnte Teamviewer nicht nur die eigene Prognose, die bei „ungefähr 635 Millionen“ lag, sondern auch die Prognose des Analystenkonsens, die bei 624 Millionen lag, übertreffen. Diese Entwicklung führt zu einem Plus von 7,1 % in der letzten Woche

TeamViewer AG Aktie (A2YN90 | DE000A2YN900) | onvista

Märkte in der vergangenen Woche

Performance der Indizes

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Kai Heinrich

Kai Heinrich

Kai Heinrich ist seit 2012 im Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG und verantwortet schwerpunktmäßig die Bereiche Unternehmenssteuerung, Bestandskundenbetreuung, Fondsmanagement und Organisation. Zusätzlich ist er Fondsmanager des Kana NEB Funds und agiert neben Thomas Käsdorf als Co-Fondsmanager des offensiven Mischfonds Plutos Multi Chance.

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Wir, die Plutos Vermögensverwaltung AG, haben an uns die Erwartung, die neusten Entwicklungen aus der Forschung zu kennen, um möglichst früh auf neue Technologien reagieren zu können. Ein Beispiel dieser Bemühungen ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt, die von Prof. Dr. Horsch und unserem Vorstand Kai Heinrich ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieser Kooperation begleitet die Plutos Vermögensverwaltung AG das Hauptseminar des Masterstudienganges Data Sciences.
Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass es am Aktienmarkt nur eine Gewissheit gibt: Nämlich, dass es immer Krisen und Crashs geben wird. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie wir es innerhalb der letzten 2 Jahre gesehen haben. Mit Corona, dem Ukrainekrieg und der daraus resultierenden Energie-/ und Inflationskrise scheint es, als folge eine Krise der Nächsten. Umso verständlicher ist es, dass Investoren momentan zunehmend verunsichert agieren. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass sich die Aktienmärkte in der Regel immer von Crashs und globalen Krisen erholt haben. Im folgenden Artikel werden historische Börsencrashs und die damals anschließende Entwicklung der Aktienmärkte vorgestellt.

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